Der Nachfolger des Gallardo startet im Frühjahr 2014

Sant'Agata Bolognese (Italien), 20. Dezember 2013 – Mit gut 14.000 gebauten Fahrzeugen in zehn Jahren ist der Gallardo der bislang erfolgreichste Lamborghini. Nun tritt sein Nachfolger an, um an dieser Marke gemessen zu werden. Sein Name: Huracán.

Windiger Stier
Schon seit einiger Zeit stand fest, dass der Gallardo-Erbe nicht Cabrera heißen würde, weil dieser Name zu sehr nach Porsche Carrera klingt. Nun ist es also Huracán (mit Betonung auf dem hinteren Teil). Abgeleitet wird das offiziell nicht vom Maya-Gott des Windes, sondern von einem gleichnamigen Kampfstier aus dem Jahr 1879, der laut Lamborghini ,trotzig seinen unnachgiebigen Charakter offenbart und unbesiegbar blieb".

Dicker Zehner
Kommen wir lieber zu den handfesten Fakten: Die Karosserie und Chassis des Huracán bestehen aus einer integrierten Struktur von Carbon- und Aluminiumelementen. Das Trockengewicht beträgt 1.422 Kilogramm, das Leistungsgewicht 2,33 Kilogramm pro PS. Zum Vergleich: Beim Aventador sind es 2,25 Kilogramm, beim Ferrari 458 Speciale 2,13 Kilogramm. Wie im Gallardo weist das V10-Triebwerk 5,2 Liter Hubraum auf, zukünftig gibt es aber 610 PS bei 8.250 Umdrehungen. Bei 6.500 Touren liegt das maximale Drehmoment von 560 Newtonmeter an. In der so genanten ,Iniezone Diretta Stratificata" sind direkte und indirekte Benzineinspritzung kombiniert. Maximal soll der Huracán mehr als 325 km/h erreichen. In 3,2 Sekunden fällt die 100 km/h-Marke, nach 9,9 Sekunden werden 200 km/h erreicht. Kaum zu glauben: Sogar ein Start-Stopp-System ist an Bord, womit der Verbrauch des Euro-6-tauglichen Aggregats auf 12,5 Liter sinkt.

Großer Monitor
Die Beleuchtung des Huracán inklusive der Scheinwerfer arbeitet mit LED-Technik. Im Cockpit blickt der Fahrer auf einen 12,3 Zoll großen TFT-Bildschirm, der in verschiedenen Modi konfigurierbar ist. Um die Kraftübertragung kümmern sich ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und ein permanenter Allradantrieb. Zur Auswahl stehen drei Fahrmodi: ,Strada" für den Alltag, ,Sport" und ,Corsa" für die Rennstrecke. Sie verändern laut Lamborghini die Reaktion von Motor und Getriebe, die Klangcharakteristik sowie das ESP und das Allradsystem. Gebremst wird per Carbon-Keramik-Anlage, optional sind eine variable Lenkung und eine elektromagnetische Dämpferregelung erhältlich.

Premiere in Genf
Ab Januar 2014 wird der Huracán der solventen Kundschaft auf mehr als 130 privaten Preview-Events in über 60 Städten gezeigt. Das gewöhnliche Volk bekommt den Flitzer auf dem Genfer Automobilsalon im März 2014 zu Gesicht, kurz darauf sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Zum Preis äußern sich die Italiener noch nicht, es kann aber mit rund 200.000 Euro gerechnet werden.

Erbe mit Erfolgsdruck