Neue Konzeptstudie Fractal von Peugeot

Im Jahr 2010 hat Peugeot das i-Cockpit vorgestellt, das mit optischen und haptischen Neuerungen die Ergonomie in den Löwen-Autos steigern sollte. Jetzt, fünf Jahre später, steht die nächste Evolutionsstufe des i-Cockpits in den Startlöchern. In der Zukunftsstudie Fractal kommt nun auch die akustische Ebene ins Spiel. Vor allem die Themen Sound und Klangdesign spielen dabei eine große Rolle. Der Fractal ist ein Elektro-Coupé für die Stadt, das mit allerlei neuen Ideen als Versuchsträger dient.

Futuristisches Design
3,81 Meter lang, 1,77 Meter breit. Der Fractal ist ein Kompaktwagen, der leise durch den Großstadtdschungel gleitet. Kurze Überhänge an Front und Heck unterstreichen das. Die glatte Karosserie ist in eine Zweifarben-Lackierung gehüllt: Perlmuttweiß an der Front, ab den Tügriffen dann Mattschwarz. Das abnehmbare Dach macht den Fractal wahlweise zum Coupé oder zum Cabrio. Am Heck befindet sich über dem Diffusor ein Leuchtband, das im Stand über den Ladevorgang der Batterien informiert, und im Fahrbetrieb als Rücklicht dient.

Der Fractal ist ein Leisetreter
Ein besonderes Merkmal des Sound-Themas, dem der Fractal gewidmet ist, sind die Radabdeckungen. Komplett im 3D-Drucker entstanden, erinnern sie stark an die keilförmigen Schalldämmelemente in schalltoten Räumen. Und tatsächlich, mit Hilfe der Radabdeckungen soll der Pegel von Windgeräuschen merklich reduziert werden können.

3D-Druck und Konzertsaal im Innenraum
Innen dominert ebenfalls das Oberthema Sound. Armaturentafel, Türverkleidungen und Schalensitze sind mit schwarzem Eichenholz verkleidet – ganz wie im Konzertsaal. Die Sitzflächen bestehen aus einem 3D-Maschengewebe und sind mit weißem Leder bespannt. Ein hochgesetztes Kombiinstrument mit einer großen 12,3-Zoll-Digitaleinheit versorgt den Fahrer mit Informationen. Dazu kommt eine um 45 Grad geneigte Polycarbonatscheibe, auf die das Bild eines weiteren 7,7-Zoll-Bildschirms holographisch projeziert wird. Das Lenkrad verfügt über zwei Touchpads, die mit den Daumen gesteuert werden können. Rechts und links vom Fahrer befinden sich mit Kippschaltern besetzte Bögen, zum Beispiel zum Starten der Motoren. In der Mittelkonsole ist schließlich der dritte Monitor zu finden, ein ebenfalls 7,7 Zoll großer Touchscreen. Achtzig Prozent des Innenraums kommen übrigens aus dem 3D-Drucker, eine Technik, für die der Fractal als Technologieträger dient.

Ein cleveres Navigationsgerät
Ebenfalls sehr wichtig beim Thema Innenraum: Das neu entwickelte Soundsystem. Dazu hat das PSA-eigene ,StelLab"-Labor eine 9.1.2.-Anlage entworfen, die in jeder Rückenlehne einen eigenen Subwoofer unterbringt, und so ein ganz neues Klangerlebnis schafft. Passend zu diesem System wurde eigens eine Software geschrieben, die es dem Navigationsgerät ermöglicht, sich quasi im Raum zu bewegen. Ein kleines Beispiel: Ist ein Ziel oder eine Kreuzung noch weiter entfernt, hört es sich so an, als würde die Navi-Stimme weiter vor dem Auto stehen. Nähert man sich nun der Kreuzung, rückt die Stimme ins Auto hinein. Steht man dann an der zu nehmenden Abfahrt, beispielsweise nach links, befindet sich die Stimme ebenfalls links vom Fahrer. Ein ganz neues Navi-Erlebnis.

204 PS und 1.000 Kilogramm
Unter der Haube, genauer tief im Mitteltunnel, sitzt das Herz des Fractal. Eine 40-Kilowattstunden-Lithium-Iionen-Batterie, die ihre Kraft an vier Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse abgibt. Als Gesamtleistung stehen 204 PS beziehungsweise 150 kW zu Buche, bei einer Reichweite von 450 Kilometern. Dabei handelt es sich nicht um einen konventionellen Allradantrieb, sondern um eine etwas andere Leistungsverteilung. Bis 100 km/h ist der Fractal heckangetrieben, darüber geht die Leistung dann an die Front. Den Standardsprint von null auf einhundert km/h schafft der Fractal in 6,8 Sekunden. Auch dank seinem sehr niedrigen Gewicht von 1.000 Kilogramm.

Ein ganz eigener Sound
Um auch die anderen Verkehrsteilnehmer und Fußgänger nicht leise gleitend zu überraschen, verfügt der Fractal über eine spezifische Klangsignatur. Dabei informieren verschiedene Klangsignale über die unterschiedlichen Fahrzustände. Als besonderes Highlight ist der Fractal mit Samsungs GearS-Smartwatch kompatibel. So kann der Fahrer jederzeit Ladezustand, Ladefortschritt, Innenraumtemperatur und Standort des Fahrzeugs auslesen.

Bildergalerie: i-Cockpit mit einer neuen Soundkomponente