Bugatti Vision Gran Turismo

Kazunori Yamauchi, der Erfinder der bekannten Gran-Turismo-Spielereihe, hatte für den sechsten Teil des Spiels, der im Dezember 2013 erschien, eine tolle Idee: Warum nicht ein paar Autohersteller darum bitten, extra für Gran Turismo 6 ein Fahrzeug zu erschaffen, das keinen Regeln unterliegt und völlige Freiheit beim Entwickeln lässt. Die Idee kam super an: Viele Hersteller – darunter VW, Mercedes, Nissan, Aston Martin oder BMW – haben ihr Konzeptfahrzeug schon im Spiel untergebracht. Einige Hersteller haben als besonderes Schmankerl ihre Vision sogar in ein echtes Showcar verwandelt. Das nächste Vision-Gran-Turismo-Fahrzeug steht jetzt in den Startlöchern. Die Französische Edelmarke Bugatti präsentiert auf der IAA 2015 (17. bis 27. September) in Frankfurt ihre Interpretation der Vision Gran Turismo – in 1:1.

Echte Performance für die virtuelle Welt
Basis für das radikale Rennfahrzeug, das Bugatti auf die Räder gestellt hat, ist – natürlich – das Hypercar Veyron. Inspiriert von den motorsportlichen Erfolgen der Marke aus Molsheim in den 20er- und 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts ist der Bugatti im klassischen blauen Duoton lackiert. Das Motorsport-Thema wurde beim Konzeptfahrzeug sehr konsequent umgesetzt und hat laut Bugatti – trotz des sehr freien ,Reglements" für Vision-Gran-Turismo-Fahrzeuge – reale Performancefunktionen. So wurde das Fahrzeug nicht aus der reinen Fantasie geschaffen, sondern auch von Ingenieuren mitentwickelt und echten Aerodynamikanalysen unterzogen.

Rennoptik für den Veyron
Auch wenn der Renn-Veyron sich optisch weit vom Serienpendant entfernt hat, lassen sich an ihm einige Bugatti-typische-Designmerkmale finden. Am auffälligsten ist natürlich der charakteristische Hufeisen-Kühlergrill, der seit jeher die Front der Bugattis ziert. Aber auch die die große Mittelfinne, die an Heck- und Kotflügeln zur Formgebung und über dem Dach zur aerodynamischen Stabilität beiträgt, ist eine Hommage an einen Bugatti-Klassiker: nämlich an den Typ 57 Atlantic von 1936. Weitere Auffälligkeiten sind die neu entwickelten Acht-Augen-Scheinwerfer sowie der NACA-Lufteinlass im Dach.

Aerodynamik wohin das Auge blickt
Doch das ist nicht alles. Eine wild zerklüftete Front mit jeder Menge Wings und Flaps sowie einem gigantischen Splitter macht die Veyron-Front sehr schön aggressiv. Das zieht sich dann auch über die Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln, über die Seitenschweller bis hin zum riesigen Heckspoiler. Dieser ist mit einer Abrisskante versehen, die nicht nur der Aerodynamik dient, sondern gleichzeitig auch bei der Motorentlüftung hilft. Unter dem Heckflügel mündet die vierflutige Auspuffanlage ins Freie, die über einem breiten Diffusor thront. Großformatige Michelin-Slicks, ein Not-Aus-Schalter und eine Feuerlöschanlage runden das Bild ab. Generell erinnert alles sehr stark an den brutalen McLaren P1 GTR.

Kuschlig-kühle Rennatmosphäre
Auch im Innenraum, der auf der einen Seite sehr spartanisch, auf der anderen Seite aber mit hochwertigsten Materialien ausgestattet ist, fühlt man sich an den P1 GTR erinnert. Aber was soll`s: Carbon, Alcantara, ein Lenkrad im F1-Stil – Herz, was willst du mehr? Dazu jede Menge Kippschalter und ein Digital-Display, das nächste Gran-Turismo-Update kann kommen.

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