Der Vygor Opera geht in die zweite Runde

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters … aber wir alle kennen Produkte der Automobilindustrie, bei denen wir uns schnell einig werden, dass man bei diesen mühsam entwickelten Erzeugnissen nicht mehr von ,Schönheit" im eigentlichen Sinn sprechen kann. Dazu zählen unter anderem der Fiat Multipla oder der Pontiac Aztec. Dennoch: Diese Autos haben auch ihre Käufer gefunden, was die Ausgangsbehauptung bestätigen sollte.

Der Opera, ein Racing Utility Vehicle
So in etwa dürfte es sich auch mit dem Opera verhalten. Das Modell stammt aus der italienischen Fahrzeugmanufaktur Vygor. Der Hersteller präsentiert auf der Bologna Motor Show (6. bis 14. Dezember 2014) eine überarbeitete Generation des Zwitters aus GT-Fahrzeug und SUV. Die Fahrzeugmischung nennen die Entwickler RUV (Racing Utility Vehicle) und gründen damit kurzerhand eine neue Fahrzeugklasse.

Außen nicht der Schönste
Obwohl der Opera von Grund auf neu entwickelt sein soll, lassen sich keine signifikanten Änderungen zum Vorgänger erkennen. Die Form bleibt äußerst gewöhnungsbedürftig. Eine Seitenlinie wie ein Entenschnabel und ein kurzes sowie hohes, aber schmales Heck bleiben erhalten und werden durch geschliffene Front- und Heckschürzen samt neuer Beleuchtung ergänzt.

Zwischen 300 und 390 PS
Unter der Haube kommt ein Zweiliter-Benziner zum Einsatz, der durch seine Turboaufladung auf stattliche 300 PS kommen soll. Wem das noch nicht reicht, der kann die Leistung auf bis zu 390 PS hochschrauben lassen. Das sorgt für ein Null-auf-100-Sprint in 5,4 Sekunden sowie 255 km/h Höchstgeschwindigkeit und dürfte die Kriterien ,Racing" beziehungsweise ,GT" locker erfüllen. Um die Buchstaben ,u" und ,v" in RUV mit Sinn zu füllen, verbauten die italienischen Kleinserienschrauber Doppelquerlenker mit einer speziellen Dämpfung sowie einen permanenten Allradantrieb.

Individualisierter Innenraum
Zum Innenraum kann man zu diesem Zeitpunkt noch nichts Genaues sagen. Gewiss ist aber, dass der Vygor Opera ein sehr individuelles Fahrzeug werden könnte. Jeder beliebige Wunsch soll dem potenziellen Kunden erfüllt werden. Sei es eine Leder-Alcantara-Ausstattung oder vielleicht doch selbst gemalte Muster oder Bilder, die den Innenraum bekleiden und schmücken.

Kleinserie, hoher Preis und Gegner
Die Kleinserie und viele Individualisierungsmöglichkeiten werden aus dem Opera sicher kein Schnäppchen machen. Bereits der Vorgänger sollte nur in einer sehr geringen Auflage produziert werden und hatte dabei einen stolzen Preis von rund 160.000 Euro. Das macht den Opera zwar auch nicht schöner, aber dafür um einiges seltener als einen etwaigen Gegner. Welche Fahrzeuge das sind, ist bei diesem Anblick allerdings mehr als fraglich. Ein BMW X4 vielleicht oder ein Mercedes GLA?

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