Der neue Audi RS 3 Sportback bekommt einen Fünfzylinder

Fünfzylinder-Motoren haben bei Audi eine lange Tradition. In den 80er-Jahren trieben sie die Rallyeautos, Tourenwagen und Serienmodelle der Marke an. Auch das erste RS-Modell, der RS 2 von 1994, hatte einen solchen Motor unter der Haube. 2009 kehrte der Fünfzylinder dann zurück und hielt Einzug im TT RS, 2013 folgte dann der RS Q3. Jetzt landet die neuste Ausbaustufe des 2,5-Liter-Aggregats im neuen RS 3 Sportback.

367 PS und 8,1 Liter Durchschnittsverbrauch
Der Turbobenziner entwickelt 367 PS, was einer Literleistung von 148 PS entspricht. Das maximale Drehmoment von 465 Newtonmeter liegt zwischen 1.625 und 5.550 Touren an. Damit dauert der Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h im vierten Gang 4,1 Sekunden, im fünften Gang vergehen zwischen 80 und 120 km/h 5,8 Sekunden. Aus dem Stand katapultiert die 2,5-Liter-Maschine den neuen RS 3 Sportback in 4,3 Sekunden auf 100 km/h. Bei 250 km/h ist der Vortrieb dann elektronisch begrenzt, optional ist aber eine Anhebung auf 280 km/h erhältlich. Und die Effizienz? Auch wenn diese bei Sportmodellen eher zur Nebensache wird, soll sich der Audi auf dem Papier mit 8,1 Liter auf 100 Kilometer begnügen.

Getriebe und Fahrwerk mit Audi drive select
Der Motor leitet seine Kraft über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe weiter. Bei diesem sind die unteren Gänge sportlich und kurz übersetzt, während die siebte Fahrstufe lang und somit verbrauchssenkend ausgelegt ist. Auf die Straße gelangen die 367 PS dann über das permanente Audi-Allradsystem quattro. Die Schaltzeiten des Getriebes lassen sich durch Audi drive select in vier verschiedene Modi verändern (comfort, auto, dynamic und individual). Das RS-Sportfahrwerk wird ebenfalls durch die Modus-Wahl beeinflusst, sofern das optionale adaptive Dämpfersystem mit an Bord ist. Serienmäßig legt das straffer abgestimmte Fahrwerk den Kompaktsportler um 25 Millimeter gegenüber dem normalen A3 Sportback tiefer.

Auf Wunsch mit Kohlefaser-Keramik
Das neue A3-Topmodell (der S3 Sportback rangiert ab sofort mit 300-Vierzylinder-PS dahinter) steht serienmäßig auf 19-Zoll-Alus. Dahinter befinden sich innenbelüftete 370 Millimeter Scheiben vorne und hinten 310 Millimeter messende Verzögerer. Auf Wunsch ist die Bremsanlage mit Kohlefaser-Keramik-Scheiben ausrüstbar, eine Neuheit in der Kompaktklasse.

Karosserie und Außendesign
Leer bringt der sportliche Ringträger 1.520 Kilogramm auf die Waage. Die Basis legt dabei der modulare Querbaukasten (MQB) des Volkswagen-Konzerns. So sind weite Teile der Karosserie aus Aluminium gefertigt. Von außen lässt sich der RS 3 Sportback an seinem Grill mit hochglänzendem schwarzen Gitter in Wabenoptik und einem Rahmen aus mattem Aluminium erkennen. Im Profil fallen die verbreiterten Vorderkotflügel, die kantigen Schwellerleisten, die matt-silberfarbenen Spiegelgehäuse und der Dachkantenspoiler ins Auge. Ein veränderter Stoßfänger, ein Diffusor und zwei ovale Abgas-Endrohre heben das Heck vom normalen A3 Sportback ab. Optional lässt sich noch eine Motorabdeckung aus Carbon ordern.

Sportlich komfortabel im Innenraum
Im Innenraum geht es gewohnt sportlich zu. Der RS 3 Sportback wartet mit allen gängigen Features für das Interieur auf. Edelstahl-Pedalerie, Dekoreinlagen in Carbonoptik, ein Multifunktions-Sportlenkrad, Sportsitze mit Kontrastnähten und eine Ladedruckanzeige samt Ölthermometer und Laptimer im Kombiinstrument zählen zum Serienumfang. Wer es noch sportlicher möchte, kann zudem neu entwickelte Schalensitze in den Kompaktwagen bestellen. Komfort muss aber auch nicht zu kurz kommen: Das Komfortpaket bringt elektrisch einstellbare und beheizbare Vordersitze, eine Lendenwirbelstütze sowie Licht- und Regensensoren ins Fahrzeug. Darüber hinaus ist das Infotainment-System, bekannt aus der A3-Reihe, in allen Abstufungen auch im RS 3 Sportback zu haben.

Ab Sommer 2015
Die Auslieferung des Fünftürers mit fünf Zylindern beginnt im Sommer 2015. Zu den aufgerufenen Preisen ist bisher noch nichts bekannt. Der aktuelle S3 Sportback ist ab 40.400 Euro zu haben. Der RS 3 Sportback wird – wie auch die Motorleistung – preislich über dem S-Modell liegen.

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