Außen dezent, innen radikal: VW liftet den Polo

Nach etwas mehr als vier Jahren liftet VW den Polo. Auch wenn die Phrase abgedroschen ist, trifft sie hier zu: Der Polo wird zum Golf im Kleinformat. Offiziell vorgestellt wird der aufgehübschte Kleinwagen auf dem Genfer Autosalon Anfang März 2014, im Frühjahr soll der Verkauf starten.

Sehr diskret
Äußerlich ist das Lifting erst auf den zweiten Blick erkennbar. Das macht durchaus Sinn, schließlich wirkt der VW Polo noch immer nicht angestaubt. Dezent modifiziert wurden die Stoßfänger und der Grill, eine Chromlinie betont die Nebelscheinwerfer. Hinzu kommen neue Felgen-Designs und als Premiere in dieser Fahrzeugklasse optionale LED-Scheinwerfer. Überhaupt tut sich bei den Extras des Polo einiges: Hier übernimmt er vieles vom Golf VII. Erkennbar ist das im Cockpit durch das Golf-Multifunktionslenkrad und den fünf bis 6,5 Zoll großen Touchscreens in der leicht geänderten Mittelkonsole.

Mehr Helferlein, mehr Turbo
Auch unter dem Blech wird der Polo kräftig aufgemöbelt. Serienmäßig bekommt er ein so genanntes ,Automatic Post-Collision Braking System", das die Folgen einer Kollision mindern soll. Neu sind auch ein Abstandsregeltempomat, eine City-Notbremsfunktion sowie eine elektronische Dämpferverstellung mit zwei möglichen Einstellungen. Das Motorenprogramm erfüllt künftig komplett die Euro-6-Abgasnorm. Vom Up stammen die Einliter-Benziner mit drei Zylindern und 60 beziehungsweise 75 PS. Darüber rangiert ein 1.2 TSI mit 90 oder 110 PS. Seine schwächere Ausführung ersetzt den bisherigen 1.4 mit 85 PS. Vorerst stärkster Benziner ist der GT mit 1,4-Liter-TSI und Zylinderabschaltung, der statt 140 künftig 150 PS leistet. Zu einem späteren Zeitpunkt wird ein noch kräftigerer GTI nachgereicht.

Neuer Diesel
Eine Besonderheit für Großbritannien ist ein verbrauchsoptimierter BlueMotion-Benziner im Polo, der dort den BlueMotion-Diesel ersetzt. Dabei handelt es sich um einen Turbo-Dreizylinder mit 90 PS. Er soll nur 4,1 Liter verbrauchen und bei 94 Gramm CO2-Ausstoß liegen. Nach Deutschland rollt er im Herbst 2014, hierzulande bleibt der Spar-Diesel im Programm. Diesel-Freunde bekommen für den 3,97 Meter langen Polo einen 1,4-Liter-Motor, der die bisherigen Aggregate mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum ersetzt. Der neue Selbstzünder leistet 75, 90 oder 105 PS. Egal ob Benziner oder Diesel: Alle Motoren sind mit Start-Stopp und Rekuperation verfügbar. Laut VW bleibt der Einstiegspreis gleich, dieser beträgt bislang 12.450 Euro für den Dreitürer mit 60 PS in der Trendline-Ausstattung.

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