Premiere des Mercedes-AMG GLE 63 Coupé

Mercedes-AMG läutet das aktuelle Modelljahr auf der Detroit Motor Show (12. bis 25. Januar 2015) mit einem neuen Dampfhammer ein. Das Mercedes-AMG GLE 63 Coupé wird künftig gegen den seit 2009 erhältlichen BMW X6 M im Segment der Performance-Coupé-SUVs an den Start gehen.

Mindestens 557 PS und 700 Newtonmeter
Damit es was wird mit der Konkurrenzmacherei steckten die Affalterbacher einen 5,5-Liter-Biturbo-V8 unter die GLE-Haube. Das Aggregat leistet in der ersten Ausbaustufe 557 PS und 700 Newtonmeter maximales Drehmoment. Reicht das immer noch nicht, lässt sich eine S-Version ordern, die durch einen höheren Ladedruck 585 PS und 760 Newtonmeter bereitstellt. Damit liegt das GLE 63 Coupé zumindest leistungstechnisch knappe zehn PS und zehn Newtonmeter vor dem bayrischen Konkurrenten.

Performance und Effizienz?
Die Kraft wird von einer Siebengang-Automatik übertragen. Der permanente Allradantrieb verfügt über ein Verteilergetriebe, das die Leistung im Verhältnis von 40:60 an Vorder- und Hinterachse leitet. Der Standardspurt auf Tempo 100 wird in 4,3 respektive 4,2 Sekunden (S-Version) absolviert. Der Geschwindigkeitsbegrenzer schlägt elektronisch bei 250 km/h zu. Laut Mercedes schließen sich Performance und Effizienz nicht aus. Ob 11,9 Liter angegebener Durchschnittsverbrauch allerdings als ,effizient" durchgehen, ist Ansichtssache.

Performance, Performance, Performance
Zumindest in Sachen Performance wurde einiges getan, um das Dampfschiff zum Rennboot zu machen: Damit die SUV-typischen Wankbewegungen reduziert werden, wurden aktive Querstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse verbaut. Darüber hinaus arbeitet das Luftfederungssystem geschwindigkeitsabhängig und senkt beispielsweise die Karosserie bei höheren Geschwindigkeiten ab, um den Luftwiderstand zu verringern. Je nach Wunsch lassen sich die Fahrdynamik-Komponenten ändern. Per Drehsteller kann zwischen ,Comfort", ,Sport", ,Sport Plus" und ,Individual" gewählt werden. Jedes Programm ändert Schaltzeiten, Gaskennlinie, Federungskomfort und die Einstellung der Sport-Direktlenkung.

21- oder 22-Zoll-Alufelgen
Das Design des AMG-SUVs ist laut Hersteller auf ,Dominanz" getrimmt. Eine aggressiver ausgelegte und mit neuem Grill versehene Frontschürze samt vergrößerten Lufteinlässen zeichnen die vordere Fahrzeugpartie aus. Verbreiterte Radläufe geben den 21-Zoll-Alufelgen ein Zuhause (22 Zoll bei der S-Version) und bei der AMG-Heckschürze setzen Diffusorfinnen sowie integrierte und verchromte Doppelendrohrblenden der Sport-Abgasanlage Performance-Statements. Im Innenraum gibt es Sitze mit höheren Seitenwangen.

Preise und Alternativen
Preislich ist für das Mercedes-AMG GLE 63 Coupé noch nichts bekannt. Mit 110.000 bis 130.000 Euro sollte man aber rechnen. Wem das zu viel ist, der kann neben dem X6-M-Schreck das neue SUV-Coupé auch als Light-AMG-Version GLE 450 AMG, als GLE 400 4Matic mit 333 PS starkem Dreiliter-V6-Otto und als GLE 350 d 4Matic mit Dreiliter-V6-Diesel ordern. Der Selbstzünder liefert 258 PS und schafft 620 Newtonmeter herbei. Die Kraft wird bei allen drei Alternativen per Neungang-Automatik auf den Allradantrieb geschickt.

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