Renault-Studie Kwid Concept: Lifestyle für die Schwellenländer

Das Dingens ist 3,60 Meter lang, sieht mit seinen fetten Rädern aus wie ein Beach Buggy und hat einen Landeplatz für einen Flugroboter auf dem Dach. ,Kwid Concept" heißt das wunderlich anmutende Gefährt, das Renault zurzeit auf der Delhi Auto Show (7. bis 11. Februar 2014) vorstellt. Den Grund für die Präsentation in Indien liefert der Hersteller gleich mit: Das Concept Car soll ein kompaktes Lifestyle- und Familienfahrzeug für Schwellenländer sein. Es ist nicht nur die erste Fahrzeugstudie, die Renault außerhalb Europas zeigt, der Entwurf ist sogar international. Am Konzept wirkten Designer aus Indien, Russland, Brasilien, Frankreich und Japan mit.

Innenraum als Vogelnest
Kurze Überhänge, große Räder, die über die Radhäuser hinausragen, bullige Kotflügel und mächtige Seitenschutzleisten lassen den Fronttriebler robust erscheinen. Beim Innenraum ließen sich die Designer nach Angaben von Renault von einem Vogelnest inspirieren. Die Kabine soll Fahrer und Passagiere wie ein gemütlicher Kokon umschließen. Die Verteilung der fünf Sitze ist dabei ein wenig ungewöhnlich: Der Fahrer sitzt in der Mitte und wird von zwei leicht nach hinten gerückten Beifahrerstühlen flankiert. Das soll die Schulterfreiheit verbessern und gleichzeitig ein problemloses Fahren in Rechts- und Linksverkehr-Ländern ermöglichen. Im Fond gibt es zwei weitere Passagierplätze. Die Regler und Luftdüsen für die Fond-Klimatisierung finden sich an der Rücklehne des Fahrers.

Flugroboter erkennt Hindernisse
Herkömmliche Instrumente und Bedienungselemente sucht man vergebens im Kwid: Alle Funktionen werden an einem Tablet-PC gesteuert, der auch den Zugang zu Netzwerk-Services ermöglicht. Ein spannendes Detail des Concept Cars ist ein ,Flying Companion" genannter Flugroboter. Er startet von der hinteren, drehbaren Dachpartie und ist vielseitig einsetzbar. So kann er die Verkehrsverhältnisse beobachten, Hindernisse auf der Straße entdecken oder auch die Landschaft fotografieren. Die Drohne fliegt entweder automatisch mit einer vorprogrammierten, vom GPS kontrollierten Route, oder wird per Hand am Tablet gesteuert.

1,2-Liter-Turbobenziner
Als Antrieb dient dem Indien-Buggy ein 1,2-Liter-Turbobenziner. Er wird mit dem EDC-Doppelkupplungsgetriebe verbunden, das mit Tasten neben dem Lenkrad bedient wird. Die Studie ist so konzipiert, dass alternativ Batterien und ein Elektromotor eingebaut werden können. Die Steckdose zum Aufladen wurde unter dem großen Renault-Logo versteckt. Zu den weiteren besonderen Details der Studie gehören LED-Scheinwerfer und elektrisch zu bedienende Türen.

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