Jimny-Nachfolger? Suzuki zeigt in Tokio den neuen Ignis

Bei Suzuki scheint das Comeback alter Modellbezeichnungen derzeit gerade in Mode zu sein. Nach dem auf der IAA gezeigten Baleno folgt Ende Oktober in Tokio der Ignis. Falls Sie sich nicht mehr erinnern sollten: Von 2000 bis 2007 gab es bereits ein kleines SUV mit dieser Bezeichnung.

Prunken auf der Heimmesse
Doch der Reihe nach: Auf der diesjährigen Tokyo Motor Show präsentiert sich Suzuki mit insgesamt 22 Fahrzeugen, Motorräder eingerechnet. Ein sehr japanischer Ausblick auf die sehr japanischen Kei-Cars der Zukunft sind die Studien ,Mighty Deck" mit Faltdach und der ,Air Triser", ein Mikrovan mit drei Sitzreihen. Die Möbel können im Stand in Konferenzstellung (also gegenüberliegend) oder zu einem U-förmigen Sofa umgebaut werden.

Allrad und Turbo?
Kein Konzept mehr ist hingegen der neue Suzuki Ignis. Viel Konkretes gibt die Marke noch nicht preis, versprochen wird eine gute Sicht und ein sicheres Fahren auf verschneiten und groben Wegen. Das deutet auf einen Allradantrieb hin. Als Motor käme der Einliter-Turbobenziner aus dem Baleno infrage. Erstaunlich ist, wie stark die Ähnlichkeiten des Ignis zur Studie iM-4 sind, die auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr stand. Diese war 3,69 Meter lang, 1,71 Meter breit und 1,56 Meter hoch. Der Radstand betrug 2,44 Meter.

Wer löst den Jimny ab?
Damit ist der iM-4 (und vermutlich auch der Ignis) exakt so lang wie der Jimny, das Urgestein von Suzuki. Allerdings ist der Jimny deutlich schmaler und höher, zudem ist der Radstand kürzer. Ob der Ignis deswegen zwangsläufig den Jimny ablöst, ist noch offen. Diese Aufgabe könnte dem ,Trail Concept" zufallen. Noch als Studie deklariert, steht in Tokio eine Ignis-Variante mit rustikalen Anbauteilen im Stil der Cross-Modelle von VW. Apropos VW: Der neue Ignis ist auch ein Seitenhieb auf den ehemaligen Partner von Suzuki. Dort ist ein solch kleines SUV nämlich bislang nur in der Planung.

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