Endlich wieder Heckantrieb im Rallyesport

Endlich ist es soweit: Mit einiger Verzögerung hat die Toyota Motorsport GmbH nun endlich die lang ersehnte Zulassung der Motorsport-Weltbehörde FIA für das neueste Rallyefahrzeug des Unternehmens erhalten. Der GT86 CS-R3 ist damit das erste heckgetriebene Rallyefahrzeug, das im 21. Jahrhundert eine solche Homologation bekommt. Mit der frisch erteilten Zulassung darf der GT86 jetzt ganz offiziell in der bisher nur von Fronttrieblern dominierten Klasse R3 antreten und den Fans an den Prüfungen endlich wieder heiße Drifts liefern.

232 Boxer-PS
Das Herzstück des sportlichen Japaners ist ein Zweiliter-Sauger in Boxerbauweise. Ursprünglich war eine Leistung von 250 PS geplant. Durch die strengen Auflagen der FIA, wegen denen das Verdichtungsverhältnis abgesenkt werden musste, erreicht der GT86 jetzt allerdings ,nur noch" 232 PS und 235 Newtonmeter Drehmoment – in Verbindung mit dem sequenziellen Getriebe aus dem Hause Drenth und dem Hinterachs-Sperrdifferenzial aber sicherlich dennoch eine reichlich quertreibende Motorisierung.

Volle Rallye-Ausstattung
Im Rahmen der Entwicklung musste der ursprünglich 1.230 Kilogramm schwere GT86 ordentlich abspecken und kommt so auf sein Idealgewicht von schlanken 1.080 Kilogramm – inklusive aller Sicherheitseinrichtungen wie der FIA-R3-Sicherheitszelle und dem Sicherheitstank. Die Stoßdämpfer stammen vom Fahrwerksspezialisten Reiger und sind sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter dreifach verstellbar. Verzögert wird der GT86 mit Hilfe einer Alcon-Bremsanlage mit vier Kolben an der Front und zwei am Heck.

2016 geht es rund
2015 wird der GT86 CS-R3 von der Toyota Motorsport GmbH noch bei ausgewählten Veranstaltungen vorgestellt, bevor es 2016 dann in den harten Wettbewerbseinsatz geht. Im Rahmen der Deutschen Rallyemeisterschaft wird die HJS R3 Trophy ausgetragen, bei der bis zu zehn GT86 an den Start gehen sollen. Pro Lauf werden dort über 5.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Eine gute Gelegenheit, den Kaufpreis von 99.960 Euro wieder einzufahren.

Lesen Sie auch:

Bildergalerie: Toyota bringt uns die Drifts zurück