Renault stellt neuen Twingo in Genf vor

Ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde des Renault Twingo, als 2007 die zweite Generation des Stadtflitzers debütierte: Gesichtslos sei der Neue, flöten ging der Charme des Urmodells. Den Verkaufszahlen schadete es nicht, trotzdem haben die Franzosen den Twingo Nummer Drei, der auf dem Genfer Autosalon (4. bis 14. März 2014) debütiert, wieder mehr Knuffigkeit ins Blech gepresst.

Fünf statt drei
Speziell in der Seitenansicht ist eine gewisse Ähnlichkeit zum Fiat 500 nicht zu leugnen. Doch im Gegensatz zu diesem unterscheidet sich der neue Renault Twingo in zwei Dingen fundamental. Erstens wird der Twingo zum Fünftürer, was geschickt versteckte hintere Griffe verbergen. Aus Kostengründen gibt es im Fond aber nur Ausstellfenster. Zweitens wandert der Motor ins Heck, weil der Twingo sich die Technik mit den künftigen Smart-Modellen teilt. Renault preist den dadurch entstehenden kleinen Wendekreis und den kurzen Überhang vorne an. Das neue Modell sei sowohl vom ersten Twingo als auch vom Renault 5 inspiriert, so Chefdesigner Laurens van der Acker.

Stochern im Dunklen
Viel Konkretes gibt Renault freilich noch nicht preis. Es wird zunächst vier Lackierungen geben, ebenso ein großes Faltdach. Außerdem sei der nächste Twingo eine komplette Neukonstruktion. Bislang basierte Renaults Kleinster auf einer verkürzten Clio-Plattform, jetzt soll es gemeinsam mit Smart klappen. Hinsichtlich der Abmessungen des neuen Twingo hilft ein Blick auf die im Mai 2013 gezeigte TwinRun-Studie: Sie war 3,68 Meter lang und 1,75 Meter breit. Als Antrieb könnte das 898 Kubikzentimeter kleine TCe-90-Aggregat zum Einsatz kommen, es ist bereits aus dem Clio bekannt.

Endlich wieder Charme