NAIAS 2015: Ford zeigt den Shelby GT350R Mustang

Es lebe der Sport: Unter diesem Motto steht der Auftritt von Ford auf der Automesse NAIAS in Detroit (12. bis 25. Januar 2015). Zu den heißen Eisen gehört unter anderem der Shelby GT350R Mustang. Er ist eine für Rennstrecken optimierte Variante des bereits im November 2014 vorgestellten Shelby GT350 Mustang. Fords Technik-Chef Raj Nair brachte es auf der Messe so zum Ausdruck: "Dieses Auto wurde auf der Rennstrecke geboren."

Super-Sauger unter der Haube
Wie der GT350 hat auch die R-Version einen V8-Saugmotor mit 5,2 Liter Hubraum. Es ist der stärkste V8-Saugmotor, den Ford bis heute für die Serie entwickelt hat. Die Eckdaten: über 500 PS und mehr als 540 Newtonmeter maximales Drehmoment. Erst oberhalb von 8.000 Touren beginnt der rote Bereich. Technisch zeichnet sich der GT 350R durch eine sogenannte "Flatplane"-Kurbelwelle aus, wie sie normalerweise nur bei reinrassigen Rennautos oder exotischen Supersportwagen zum Einsatz kommt. Dabei sind die Kurbelwellenzapfen nicht im V8-typischen 90-Grad-Versatz angeordnet, sondern im 180-Grad-Winkel. Die Vorteile: ein noch direkteres Ansprechverhalten und eine hohe Leistungsausbeute auch im oberen Drehzahlbereich. Nachteil: eine etwas schlechtere Laufruhe.

Extrem nachgeschärft
Der neue Shelby GT350R verfügt über einen speziellen Ölkühler. Auch das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe und das Differenzial erhalten eigene Kühler. Die von Ford weiterentwickelte Torsen-Sperre an der angetriebenen Hinterachse soll für bestmöglichen Grip sorgen. Weiteres Alleinstellungsmerkmal des Shelby GT350R ist sein geändertes Fahrwerk. Neben den geänderten Federraten, speziellen Stabilisatoren und dem niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt sorgen das Rennstrecken-erprobte Setup, ein Torsen-Differenzial, Lagerbuchsen sowie Hülsengelenke an der Vorderachse für mehr Agilität. Zu guter Letzt profitiert der Shelby GT350R auch vom erstmaligen Einsatz der sogenannten MagneRide-Stoßdämpfer.

Alles muss raus
Bei der Konzeption des neuen Shelby GT350R stand das Thema Leichtbau im Lastenheft der Ingenieure von Ford ganz oben. Das Resultat: Der Super-Mustang ist über 65 Kilogramm leichter als der Shelby GT350 mit dem sogenannten ,Track Pack". Das "R" könnte auch für ,Radikaldiät" stehen, denn er verzichtet bewusst auf Klimaanlage, Audio, Rücksitze, Rückfahrkamera, Reifen-Reparaturset, Teppiche sowie auf die Verkleidung des Kofferraums. Der Wegfall der Auspuff-Schalldämpfer soll nicht nur in einer zusätzlichen Gewichtseinsparung münden, sondern auch in einem deutlich markanteren Sound.

Oder doch lieber bequem?
Für gesteigerte Komfortansprüche (schließlich ist der R-Mustang für die USA konzipiert) bietet Ford optional ein Paket mit Zweizonen-Klimaautomatik, Navigationssystem inklusive acht Zoll großem Touchscreen, Außenspiegel mit Toter-Winkel-Assistent, Audiosystem und vielem mehr.

Auf Krawall gebürstet
Die markante Linienführung wird von zahlreichen Design-Merkmalen betont, die exklusiv dem Shelby GT350R vorbehalten sind. Hierzu zählen neben ultraleichten und erstmals in Serie verwendeten Rädern aus Kohlefaser, dem größeren Frontspoiler und dem Heckflügel auch rot lackierte Bremssättel, der unverwechselbare Shelby GT350-R-Schriftzug sowie die auf Wunsch erhältlichen roten Rennstreifen. Für gesteigerten Abtrieb sorgen zudem der überarbeitete Frontspoiler sowie der komplett neu entwickelte Heckflügel aus Carbon. Noch im Jahr 2015 soll der GT350R in den USA und Kanada in einer limitierten Auflage bei den Händlern stehen. In Europa wird der Wagen offiziell leider nicht verfügbar sein.

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