S1 und S1 Sportback: 231 PS und Allrad im Kleinwagen

Dass Audi S-Modelle der A1-Baureihe auflegt, war schon lange kein Geheimnis mehr. Schon 2012 gab es einen Westentaschen-Boliden mit dem Namen ,A1 quattro", der mit 256 PS aus zwei Liter Hubraum powerte. Die Besonderheit bestand damals darin, dass die Audi-Macher den Allradantrieb quattro in den kleinen A1 gequetscht hatten, das gab es bis dahin noch nicht. 49.900 wollte der Hersteller für den bissigen Kleinwagen haben, nur 333 Stück gab es.

231 PS, 370 Newtonmeter
Nun kommen S1 und S1 Sportback. Wieder mit Allradantrieb und Zweiliter-Otto, aber mit weniger PS: 231 Pferdestärken liefert der TFSI-Motor. Dafür schafft er 370 Newtonmeter herbei, immerhin 20 mehr als im A1 quattro. Schon in den 1980er Jahren erwarb sich das Kürzel ,S1" in Verbindung mit Audi einen legendären Ruf. Der bekannteste dürfte der S1 Pikes Peak gewesen sein, mit dem Walter Röhrl beim gleichnamigen Bergrennen einen neuen Streckenrekord aufstellte. Das kommende Straßenmodell sprintet als Dreitürer in 5,8 Sekunden auf Tempo 100, der fünftürige Sportback braucht 5,9 Sekunden. Beide werden bis zu 250 km/h schnell. Der TFSI-Motor soll im Durchschnitt 7,0 beziehungsweise 7,1 Liter Sprit schlucken.

Allradantrieb und Quersperre
Der starke Otto ist mit dem Allradantrieb quattro verknüpft, der via hydraulischer Lamellenkupplung an der Hinterachse gesteuert wird. Deren Regel-Software wurde laut Audi betont dynamisch ausgelegt. Hinzu kommt eine elektronische Quersperre, die zweistufig abschaltbar ist. Sie kann die kurveninneren Räder dosiert anbremsen, um die Kurvenstabilität zu verbessern.

Adaptives Dämpfersystem
Das Fahrwerk wurde im Vergleich zu den schwächeren Modellen nochmal optimiert, auch die elektromechanische Servolenkung ist neu abgestimmt. Modifizierte Schwenklager an der Vorderachse sollen das Einlenkverhalten optimieren. Eine Vierlenker-Konstruktion ersetzt die Verbundlenker-Hinterachse der A1-Modelle. Beide S1 sind laut Audi sportlich-straff abgestimmt, auf Knopfdruck kann die Härte der adaptiven Stoßdämpfer in mehreren Stufen eingestellt werden. Um die starken Kleinwagen zum Stoppen zu bringen, wurden der Hauptbremszylinder und die Bremsscheiben vergrößert. Wer mag, kann vorn rote Bremssättel mit S1-Logo bestellen. Ab Werk gibt's 17-Zoll-Räder mit Reifen im Format 215/40, gegen Aufpreis sind 18-Zöller mit 225/35er-Gummis zu bekommen.

Dachflügel auf Wunsch
Zu den äußeren Erkennungsmerkmalen den Power-Bolzen gehören geänderte Xenon-plus-Scheinwerfer und neue LED-Heckleuchten. Außerdem wurden viele Details am Exterieur markanter gestaltet. Bestellbar ist auch ein quattro-Optikpaket für außen, das den scharfen Look noch verstärkt und unter anderem um einen Dachflügel ergänzt.

Ab 29.950 Euro
Die Innenräume der kleinen Boliden sind in dunklen Tönen gehalten, die Uhren haben dunkelgraue Skalen und die Pedalkappen bestehen aus Edelstahl. Alternativ zu den serienmäßigen Sportsitzen gibt's S-Gestühl mit integrierten Kopfstützen. Auf Wunsch setzt das quattro-Optikpaket für innen Farbakzente. Die beiden Renner kommen im Sommer 2014 zu den Händlern. Sie kosten 29.950 Euro beziehungsweise 30.800 Euro.

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