Überarbeitung im Adam-Stil kommt im Sommer 2014

Seit langer Zeit wartet man auf einen echten Nachfolger, doch er will einfach nicht kommen. Die Rede ist nicht von der Staatsführung in Kuba, sondern vom Opel Corsa. Seit 2006 ist das D-Modell des Kleinwagens auf dem Markt und damit schon fast so greise wie die Castro-Brüder. Eine Erneuerung wäre längst überfällig, doch Opel begnügt sich mit einer umfangreichen Modellpflege. Das zeigen neueste Erlkönigbilder.

Noch immer beliebt
Für die nach hinten verschobene Wachablösung gibt es mehrere Gründe. Da wären die Absatzzahlen: Im Jahr 2013 war der Corsa immer noch der zweitmeistverkaufte Opel hinter dem Astra. Außerdem wurde Ende 2013 eine Kooperation mit dem PSA-Konzern zur Entwicklung einer gemeinsamen Kleinwagen-Plattform abgeblasen. Zu guter Letzt zieht sich die von Opel ungeliebte Schwester Chevrolet ab 2016 aus Europa zurück, was zu neuen Perspektiven im Segment führt.

Neues von der Front
Deshalb gibt es zum Sommer 2014 erst einmal ein umfangreiches Facelift. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn der Corsa bekommt ein Gesicht im Stil des kleineren Adam. Allerdings verzichtet der Corsa auf modische Gimmicks wie die zweifarbigen Lackierungen, um konservative Kunden nicht zu verprellen. Unter die neu gestaltete Haube wandert der Einliter-Turbobenziner mit 90 respektive 115 PS, bei den Dieseln gibt es einen neuen 1,6-Liter-Motor. Auch innen tut sich einiges, denn gerade hier wirkt der Corsa arg angestaubt. Deshalb möbelt Opel das Cockpit mit vielen Elementen des Adam auf, darunter der Touchscreen mit App-Einbindung und das Dreispeichen-Lenkrad. Technisch dürfte die Transformation recht einfach sein, denn Adam und Corsa sind fast gleich breit. Premiere könnte der aufgemöbelte Opel Corsa auf der Automesse AMI in Leipzig feiern, die dort Ende Mai 2014 stattfindet.

Bildergalerie: Erwischt: Opel Corsa