Der Super-Sauger kommt mit 500 PS

Aktuell stehen die GT3-Versionen des Porsche 911 in keinem guten Licht da: Nachdem zwei Fahrzeuge einen Motorschaden erlitten und dadurch in Brand gerieten, hat die Firma die Überprüfung aller 785 bisher ausgelieferten GT3 angeordnet. Trotzdem lässt sich Porsche nicht beirren und erprobt eine noch stärkere Version namens GT3 RS.

Großes Geflügel
Im Vergleich zum ,normalen" GT3 weist der Erlkönig der RS-Version einen deutlichen größeren Heckflügel auf. Er thront auf einem breiten Heck, welches sich der GT3 RS vom 911 Turbo ausleiht. In Verbindung mit mächtigen Luftöffnungen hinter den Türen sorgt das für Turbo-Spekulationen. Auch deswegen, weil Baureihenleiter August Achleitner bereits verkündet hat, dass es keinen neuen GT2 geben soll. Das macht durchaus Sinn, schließlich übertrifft bereits der aktuelle Turbo S leistungsmäßig den alten GT2. Nicht auszuschließen ist, dass Leistungen über 600 PS einer neuen Baureihe vorbehalten bleiben.

Verzicht auf Turbo
Deshalb ergibt sich für den 911 GT3 RS folgendes Szenario: Es bleibt beim Saugmotor, um keinen Bezeichnungs-Wirrwarr zu schaffen. Mit 500 PS würde sich der RS zwischen GT3 (475 PS) und Turbo (520 PS) positionieren. Dank Leichtbau könnte aber eine Beschleunigung auf Höhe der 3,1 Sekunden des Turbo S erreicht werden. Die großen Lufteinlässe würden die thermischen Belastungen des 3,8-Liter-Sechszylinders verringern, zumal spezielle Versionen des RS für den Rennsport vorgesehen sind. Offiziell vorgestellt wird der 911 GT3 RS frühestens im Juni 2014, wenn Porsche beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans antritt.

Erwischt: Porsche 911 GT3 RS