Volvo Concept Estate: Kombistudie in Genf

Volvo stellt derzeit eine Designstudie nach der anderen vor: Auf der IAA im Herbst 2013 war es das Concept Coupé, auf der NAIAS im Januar 2014 folgte das Concept XC Coupé. Das dritte und letzte Konzeptfahrzeug namens Concept Estate steht nun auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014). Alle drei Studien zeigen Details des kommenden XC90, den Volvo im Herbst 2014 vorstellen will.

Eine Art Shooting Brake
Zu den Details, die sich beim XC90 wiederfinden könnten, gehören Kühlergrill und Leuchten. Wie die vorherigen Studien hat auch die neue einen Grill, der die Breite stärker betont. Charakteristische T-förmige Tagfahrleuchten flankieren ihn. Die Rückleuchten erinnern entfernt an den Schwung der Hecklampen des XC60. Concept Estate bedeutet eigentlich nicht mehr als Kombistudie. Das Auto ist aber alles andere als ein kastiger Kombi à la V70, sondern hat coupéhafte Züge wie ein Shooting Brake. Es hat nur drei Türen, wobei die hintere ganz vage an den bekannten Schneewittchensarg erinnert. An das legendäre Modell P1800 ES der frühen 70er-Jahre gemahnen auch Details wie das Zwei-Speichen-Lenkrad, die Instrumententafel und die Geschwindigkeitsanzeige.

Senkrechter Touchscreen
Besonderen Wert legt Volvo auf die Einfachheit der Bedienung. Einige wichtige Funktionen wie Lautstärke, Play/Pause, Warnblinklicht und Scheibenheizung werden weiterhin über Knöpfe bedient, der Rest geschieht per Touchscreen. Wie schon beim Concept Coupé gibt es ein tabletartiges Display, das aber nicht frei steht wie etwa bei der Mercedes A-Klasse, sondern im Hochformat in die Mittelkonsole integriert ist. Der Monitor zeigt vier übereinander angeordnete Bereiche. Oben findet sich die Navigation, darunter folgen Media, Telefon und Apps wie zum Beispiel eine Wettervorhersage. Oberhalb dieser ,Kacheln" gib es eine schmale Benachrichtigungsleiste, darunter wird die Klimaanlage gesteuert. Wird eine Kachel angetippt, um zum Beispiel die Navigationskarte anzuzeigen, werden die anderen Bereiche verkleinert, bleiben aber sicht- und abrufbar. Der Bildschirm unterstützt Gesten wie Wischen und Tippen. Das System ist zudem mit der elektronischen Instrumentenanzeige vor dem Fahrer verknüpft.

Die 70er lassen grüßen: Viel Orange im Innenraum
Innen wollten die Designer aktuelle schwedische Trends aufgreifen, aber die Farbwahl erinnert stark an die 70er-Jahre. Dies gilt für die orangefarbenen Sitzgurte an allen vier Sitzen und die ebenfalls in Orange gehaltenen Wollteppiche. Auch der Kristall-Schalthebel – man kennt ihn bereits aus dem Concept Coupé – schimmert nun in Orange. Dazu kommt schwarz-weiß kariertes Wollgewebe am Dachhimmel und an den Rückseiten der Vordersitze. Edle, handwerkliche Details finden sich ebenfalls: eine mit dickem Sattelleder bezogene Instrumententafel, Einsätze aus gewachstem Holz sowie Elemente aus bearbeitetem Kupfer.

Schwedisches Kubb-Spiel integriert
Auch originär Schwedisches wurde aufgenommen. So ist ein Set des beliebten Spiels namens Kubb sichtbar unter dem Ladeboden im Heck verstaut. Wer die Regeln nicht kennt, kann sie auf dem transparenten Ladeboden nachlesen. Regen ist übrigens keine Entschuldigung: Im Kofferraum gibt es nämlich auch Regenjacken.

Gallery: Die 70er lassen grüßen