Genfer Autosalon: Brabus 800 ,iBusiness" mit 800 PS

Brabus ist bekannt dafür, Automobile der etwas stärkeren Art auf die Räder zu stellen und sie innen mit feinster Bürotechnik zu bestücken. Der jüngste Streich dieser Art nennt sich ,800 iBusiness" und ist ein Mercedes G 65 AMG, bloß in richtig stark. Das kantige Business-Mobil wird erstmals auf dem Genfer Autosalon 2014 (6. bis 16. März) zu sehen sein.

V12 mit 612 PS im Serienmodell
Der Mercedes G 65 AMG gilt von Hause aus nicht als unterernährt. Immerhin wummern aus seinem V12 brachiale 612 PS auf den Allradantrieb, das maximale Drehmoment beträgt stolze 1.000 Newtonmeter. Das bullige Gefährt knackt die 100er-Marke nach 5,3 Sekunden und rennt 230 km/h schnell. Wohlgemerkt, wir reden hier über einen 2,6-Tonner. Der Grundpreis des G-waltigen Boliden beträgt satte 266.322 Euro.

Mehr Druck für mehr Leistung
Kommen wir zum Werk von Brabus. Die Bottoper nehmen sich den Sechsliter-Motor richtig vor und verpassen ihm ein Hightech-Doppelturbosystem. Das verbessert nicht nur das Ansprechverhalten, sondern produziert auch einen höheren Ladedruck. Die Maschine produziert 800 PS bei 5.500 Touren und powert mit einem maximalen Drehmoment von 1.420 Newtonmeter, das bereits ab 2.100 Touren verfügbar ist. Im Auto wird dieser Wert jedoch elektronisch auf 1.100 Newtonmeter limitiert.

4,2 Sekunden auf Tempo 100
So viel Kraft macht schnell: Der Brabus wird in nur 4,2 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Ohne Limitierung wären 270 km/h drin – nicht schlecht für einen Geländewagen. Eine Edelstahl-Auspuffanlage entsorgt das Abgas, per Taste am Lenkrad wird der Sound zwischen ,Coming Home"-Säuseln und Sport-Trompete umgeschaltet. Die Endrohre finden sich links und rechts vor den Hinterrädern.

Backen aufgeblasen
Brabus war die Serien-G-Klasse wohl zu unauffällig, also wurden ihr ein fettes Breitbaukit und geänderte Stoßfänger verpasst. Die Kotflügelaufsätze machen die Karosserie zwölf Zentimeter breiter. Auffällig an der Frontpartie sind vor allem die dunklen Xenon-Hauptscheinwerfer. Zudem gibt es vorn LED-Tagfahrleuchten mit zusätzlicher Blinkerfunktion. In den verbreiterten Radhäusern ist Platz für 23-Zoll-Schmiederäder, die mit 305er-Gummis bezogen sind.

Adaptives Fahrwerk von Bilstein
Zu den Technik-Schmankerln gehört ein adaptives Fahrwerk von Bilstein. Via Aluminiumknopf in der Mittelkonsole kann man zwischen einem komfortablen und einem straffen Setup für die Dämpfer wählen oder die Fahrwerksabstimmung komplett einem automatischen Modus überlassen.

Einzelsitze und neue Mittelkonsole
Doch der starke G heißt ja ,iBusiness" und das bedeutet, dass man innen arbeiten kann. Das Herzstück des rollenden Büros ist ein Mac Mini, der zusammen mit Apple-TV-Modul und der Endstufe des Soundsystems diskret im Kofferraum verstaut ist. Die Serien-Rücksitze werden durch zwei einzelne Sessel ersetzt. Zwischen ihnen kommt einen neue, durchgehende Mittelkonsole zum Einsatz. Sie bietet Raum für eine Kühlbox, sowie pro Sitz einen ausfahrbaren, klapp- und drehbaren Tisch. Zudem finden sich in der Konsole auch Docking-Stationen für iPad und iPod touch sowie ein Versteck für Tastatur, Maus und USB-Anschlüsse.

Monitor am Dachhimmel
Ein 15,6-Zoll-LCD-Monitor ist als Hauptbildschirm im Dachhimmel integriert und kann per App ein- und ausgefahren werden. An iPad und Mac kann wie zuhause oder im Büro gearbeitet werden. Die Kommunikation mit dem Internet erfolgt via WLAN und Highspeed-Modem. Darüber hinaus dient das iPad zur Steuerung des Multimedia-Systems. Via Apple-TV kommen internationale Fernsehprogramme auf den Bildschirm.

Messe-Exemplar kostet 587.919 Euro
Eine dimmbare Ambiente-Beleuchtung erhellt das rasende Büro in der Nacht, zusätzlich gibt es in der Dachkonsole bewegliche LED-Leseleuchten. Das Messe-Car verfügt über eine schwarze Volllederausstattung, die auf den Innenbahnen der Sitze und den Innenteilen der Türverkleidungen das Steppmuster des neuen Lederbodens fortsetzt. Dazu kommen rote Ziernähte. Das Genfer Exemplar des 800 iBusiness hat einen recht sportlichen Preis: Unterm Strich stehen 587.919 Euro. Die muss man erst mal mit Büroarbeit verdienen.

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