Inkas modifiziert Mercedes G 63 AMG

Bei Scheichs, VIPs aller Art und den Neureichen der Schwellenländer gehört die Mercedes G-Klasse zu den beliebtesten Fahrzeugen. Denn das Auto ist robust, geländegängig und geräumig. Einziges Manko: Es ist kein Panzer. Deshalb kreuzt die Firma "Inkas Armored Vehicle Manufacturing" aus dem kanadischen Toronto nun beide Fahrzeugarten. Das Auto basiert zwar nicht auf der V12-Topversion G 65 AMG, aber immerhin auf Nummer zwei der Modellpalette, dem G 63 AMG mit seinem 544 PS starken Twinturbo-V8 mit 5,5 Liter Hubraum.

Granatenschutz im Fond
Das Passagierabteil bietet durch die Panzerung Schutz vor 7,62-Milimeter-Munition und der Fahrzeugboden soll Explosionen und Splittern von zwei gleichzeitig platzenden Granaten standhalten. Außerdem wird der Radstand zugunsten der Fondpassagiere um über einen Meter verlängert. Dabei enthält der gestretchte Bereich, anders als bei früheren Versionen, ein Fenster, sodass sich acht Seitenfenster ergeben. Inkas verwendet getöntes, kugelsicheres Glas. Hinzu kommt eine mattschwarze Lackierung.

Erotikbeleuchtung und Massagesitze
Die Kundschaft will, auch wenn sie in einer Art Panzer sitzt, einen gewissen Luxus unterwegs nicht missen. Deshalb bietet das Fahrzeug innen luxuriöse Materialien wie exotische Ledersorten und edles Holz, wobei man sich Bentley, Rolls-Royce und Aston Martin zum Vorbild genommen hat. Außerdem wurde ein Ambiente-Lichtsystem in den Dachhimmel integriert. Es soll mit Farb-LEDs diverse Stimmungen ins Auto zaubern – vom Business-Modus bis zu verschiedenen romantischen Themen. Im Fond gibt es zwei Liegesitze, die eigens für dieses Fahrzeug entwickelt wurden. Sie sind mit Heizung, Kühlung sowie einem Massagesystem ausgerüstet.

Gut gekühlter Champagner und Pistolenhalter
Die Fondinsassen blicken auf die Trennwand zum Cockpit, in die ein großer Bildschirm sowie weitere Goodies integriert sind. Für gut gekühlten und ordnungsgemäß prickelnden Champagner sorgt ein Kühlschrank. Damit die zahllosen Unterschriften in angemessener Form geleistet werden können, wurde eine spezielle Schublade integriert. In ihr findet ein Stift aus der limitierten Leonardo-Sonderedition von Montblanc Platz. Falls die Macht des Scheckbuchs mal nicht ausreicht, gibt es einen Pistolenhalter, der schnellen Zugriff zur Waffe gewährt.

Fernsehen und Umgebungskameras
Ein Satellitentelefon erlaubt es, auch noch in der abgelegensten Wüste oder dem übelsten Krisengebiet Telefongespräche zu führen. Falls das mal langweilig wird, gibt es Abhilfe: Eine Satelliten-TV-Anlage mit einer Parabolantenne ist auf dem Dach installiert. Ist das Fernsehprogramm zu langweilig, kann man sich stattdessen die Umgebung des Fahrzeugs über Kameras ansehen. Diese werden wie die meisten anderen Innenraumfunktionen über ein iPad mini bedient – offenbar sind die zwielichtigen VIP-Kunden aus der Halbwelt moderner Technik gegenüber aufgeschlossen.

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