So könnte eine Neuauflage des BMW CS Coupé aussehen

Für so manchen BMW-Fan gehören die Sechszylinder-Coupés der Baureihe E9 zum Schönsten, was die Marke je auf Räder gestellt hat. Ähnlich sieht das auch der Industriedesigner David Obendorfer: Er hat sich überlegt, wie eine Neuauflage im Stil des alten Modells aussehen könnte.

Feinarbeit aus Italien
Aber der Reihe nach: 1965 erweitert BMW die ,Neue Klasse" um ein schickes Reise-Coupé, den 2000 C/CS der Baureihe E120. Die Karosserie wurde von Hausdesigner Wilhelm Hofmeister gestaltet, dessen Arbeit durch den ,Hofmeister-Knick" im hinteren Seitenfenster bis heute Bestandteil des BMW-Designs ist. Umstritten waren aber die horizontalen, weit oben angebrachten Scheinwerfer, die damals im Volksmund als ,Chinesen-Augen" bezeichnet wurden. Dieser Kritikpunkt wurde 1968 behoben: Für die zeitgleich startende 2500/2800 Limousine hatte BMW einen neuen Sechszylinder entwickelt, den legendären M30. Was lag da näher, als ihn auch ins Coupé zu verpflanzen. Da der Motor mehr Platz beanspruchte als der bisherige Vierzylinder, musste der Vorderwagen geändert werden. Diesen Part übernahm Giovanni Michelotti. Mit Erfolg: Die haifischartig nach vorne zulaufende Motorhaube kam bei den Kunden an.

Elegante Interpretation
Bis 1975 wurde der CS der Baureihe E9 bei Karmann gebaut, sein Nachfolger, der 6er, knüpfte an dessen Design an. Und heute? Hier kommt David Obendorfer ins Spiel. Er hat in den letzten Jahren einige Autoentwürfe gezeichnet, die nostalgische Elemente aufgreifen, darunter Neuauflagen des Renault 4 und Fiat 127. Nun kommt der BMW E9 an die Reihe. Er könnte in seiner modernen Fassung auf dem aktuellen 6er basieren. Die Frontpartie des von Obendorfer gezeichneten BMW ,CS Vintage Concept" erinnert inklusive der massiven senkrechten Doppel-Niere an den 2000 CS, wodurch der Wagen recht stämmig wirkt. Innen gibt es ein reduziertes Design mit vier Rundinstrumenten, bei denen es sich um kleine TFT-Displays handelt. Hinzu kommt ein zentraler Infotainment-Monitor in der Mittelkonsole. Ob die Studie eine reelle Chance auf Serienfertigung hat? Herr Reithofer, übernehmen Sie!

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