Opel Adam S: Sportversion mit 150 PS

Die Addams Family ist eine ganz normale US-Familie: Vater Gomez stellt Zugunglücke mit seiner Modelleisenbahn nach, die Lieblingsblumen von Mutter Morticia sind Rosen mit abgetrennten Köpfen. Tochter Wednesday spielt mit einer selbst geköpften Puppe namens Marie Antoinette, und Sohn Pugsley hat einen Kraken als Haustier. Vom Personal der 60er-Jahre-Fernsehserie auf die Mitglieder der Adam-Modellfamilie zu kommen, fällt nicht ganz leicht. Sagen wir, die kleinen Opels sind ebenfalls individuell verschieden. Auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014) stehen die Rocks-Variante sowie die neue Sportversion Adam S.

Turbo für 150 statt 100 PS
Der sportliche Adam ist noch eine seriennahe Studie. Er erhält einen Motor, der sich vom bekannten 1,4-Liter-Vierzylinder mit 100 PS ableitet. Für dieses Aggregat wurde ein Turbo entwickelt, mit dem der Antrieb 150 PS und 220 Newtonmeter liefert – das sind 50 Prozent mehr Leistung und sogar 70 Prozent mehr Drehmoment. Mit einer Sechsgang-Schaltung beschleunigt der Adam S auf bis zu 220 km/h Spitze, der Sprintwert wird noch nicht angegeben. Das Sportmodell bietet eine Start-Stopp-Automatik und erfüllt die Euro-6-Abgasnorm. Die zweifache Nockenwellenverstellung erlaubt eine variable Ventilsteuerung. Der in den Auspuffkrümmer integrierte Lader reduziert das Gewicht. Zur weiteren Gewichtsersparnis tragen der Graugussblock mit Hohlrahmenstruktur, hohl gegossene Nockenwellen und ein Ansaugkrümmer aus Kunststoff bei.

Auffälliger Heckspoiler und rote Bremssättel
Das Fahrwerk wurde eigens für den Adam S entwickelt. Das in Genf präsentierte Modell besitzt große rote Bremssättel, die vorne 16-Zoll-Scheiben anpacken, hinten sind es 15-Zoll-Scheiben. Auf die 18-Zoll-Räder werden Reifen der Dimension 225/35 R18 aufgezogen. Zu den äußeren Kennzeichen gehören ein auffälliger Heckspoiler und eine geänderte Frontschürze. Das ovale Auspuffrohr ragt außerdem aus einer glänzend schwarzen Leiste unten an der Heckschürze. Ebenfalls zum Look gehören getönte Scheiben, LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten.

Martialische Sportsitze
Fahrer und Beifahrer nehmen auf Recaro-Schalensitzen Platz. Das rotschwarze Außendesign setzt sich innen fort. So gibt es ein rotes Lederlenkrad, Leder an Schaltknauf und Handbremse sowie einen roten Streifen am Armaturenbrett mit S-Logo. Hinzu kommt eine rotweiße Beleuchtung an Instrumententräger und Türen. Für Komfort sorgen eine Klimaautomatik und das Infotainmentsystem namens IntelliLink. Zum Leistungsspektrum des IntelliLink-Systems zählen die Navigations-App BringGo genauso wie die Radio-Apps Stitcher und Tune-In. Über Apple-Geräte kann der Fahrer auch die Sprachsteuerung Siri Eyes Free nutzen. Bedient wird das Ganze über einen Sieben-Zoll-Touchscreen.

Eines von drei Familienmitgliedern
Der Sport-Adam steht in Genf neben dem Rolldach-Cabrio Adam Rocks und dem Adam mit dem neuen Dreizylinder-Turbobenziner. Vermutlich ist die Familienplanung damit aber noch nicht abgeschlossen. Wir tippen mal auf eine Elektroversion – die gibt es schließlich auch beim VW Up und beim Fiat 500.

Sportlicher Adam