Offene Version des kultigen Sportlers steht auf dem Genfer Autosalon 2014

Bereits bei der Presse-Fahrvorstellung des coolen Mittelmotorsportlers Alfa Romeo 4C im Herbst 2013 wurde die Frage nach dem Spider gestellt. Zu verführerisch war die Idee, dass es den Kurzen auch in einer offenen Version geben wird. Die Verantwortlichen lächelten damals hinterlistig, blieben eine Antwort aber schuldig.

Marktstart erst 2015
Nun ist es soweit. Auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 16. März 2014) steht Alfas neuer Kult-Renner in einer Frischluft-Ausführung. Noch ist der 4C Spider allerdings ein Concept Car, erst im Jahr 2015 soll die Serie kommen. Die Vorfreude trübt dieser Umstand in keinem Fall, eher im Gegenteil. Die Spider-Modelle haben bei Alfa nämlich schon immer eine große Rolle gespielt, Fans haben sofort den ,Duetto 1600" vor ihrem geistigen Auge, der mit Dustin Hoffmann durch den Film ,Die Reifeprüfung" brausen durfte.

Neue Felgen mit Niederquerschnittsreifen
Das Concept Car des kommenden 4C Spider darf in Perlmutt-Weiß glänzen. Auffallend sind die Felgen: Die Rundlinge im Format 18 Zoll vorn und 19 Zoll hinten sind aus vollem Aluminium gefräst und mit speziellen Pirelli-Niederquerschnittsreifen bestückt. Wie auch beim Coupé blitzt im Spider-Innenraum an manchen Stellen das Kohlefaser-Material hervor, aus dem die Fahrgastzelle besteht. In der Spider-Studie verwöhnt zudem eine exklusive Lederausstattung die Fahrgäste.

60 Kilo mehr als das Coupé
Wie der geschlossene Bruder ist auch der Spider knapp vier Meter lang, der Radstand beträgt 2,38 Meter. Der Wagen trägt ein traditionelles Stoffverdeck. Bei der Studie wird das Dach von Hand geöffnet, zusammengerollt und im Kofferraum verstaut. Wie die Lösung beim Serienmodell aussehen wird, steht noch nicht fest. Komponenten wie der Carbon-Rahmen der Windschutzscheibe und Carbon-Einfassungen für die Scheinwerfer helfen dabei, das Gewicht niedrig zu halten. Auch der Überrollbügel und der Heckspoiler sind aus dem leichten Verbundstoff gefertigt. In der Summe wiegt der Spider auch nur 60 Kilogramm mehr als das Coupé und bringt damit 955 Kilogramm auf die Waage. Darüber hinaus verzichtet der Spider auf die Heckscheibe aus Glas. Stattdessen ist in diesem Bereich die aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Karosserie neu geformt. Sie umschließt nun die Kopfstützen und den Überrollbügel.

Turbomotor und Doppelkupplungsgetriebe
Als Antriebsquelle dient der Vierzylinder-Turbomotor mit 240 PS aus dem Coupé, der ebenfalls mit dem Alfa-Doppelkupplungsgetriebe TCT kombiniert ist. Der 1.750-Kubikzentimeter-Otto verfügt über einen leichten Motorblock aus Aluminium, Direkteinspritzung und eine variable Ventilsteuerung. Das Concept Car soll in nur 4,5 Sekunden auf Tempo 100 sprinten, die Spitze liegt bei knapp 260 km/h – diese Fahrwerte teilt sich der Spider mit dem Coupé. Mit Hilfe der Alfa-Fahrdynamikregelung DNA (Dynamic, Natural und All Weather) lassen sich Faktoren wie Gasannahme und Schaltzeitpunkte schärfen. Die sportlichste Stufe ist der Race-Modus, der auch das ESP ausschaltet.

Abgasanlage aus Titan und Kohlefaser
Die Abgase werden von einer Akrapovic-Anlage entsorgt. Die zweistufig arbeitende Anlage wird aus Titan und Kohlefaser hergestellt. Kern des Systems ist ein elektrisch gesteuertes Ventil im Abgasstrom, das sich auf Knopfdruck öffnet. Dadurch wird die Leistungsentfaltung verbessert und der Sound wird kerniger.

Alfa 4C: Der Spider kommt