Autonomes E-Auto wird auf der Tokio-Messe vorgestellt

Mit der Studie IDS will Nissan auf der Tokyo Motor Show (28. Oktober bis 8. November 2015) zeigen, wie autonomes Fahren in Zukunft funktionieren könnte. Als Technologieträger dient dabei eine wahrlich futuristisch anmutende Schräghecklimousine, die dank eines langen Radstands vier Erwachsene komfortabel transportieren soll. Der IDS ist nur 1,38 Meter hoch – das reduziert den Luftwiderstand. Die großen Räder sind platzsparend an den äußersten Ecken positioniert und mit 175er-Reifen bezogen.

Wie ein aufmerksamer Beifahrer
Doch mehr als auf das Design kommt es auf die Technik an, die unter dem Carbonkleid steckt: ,Intelligent Driving" nennt Nissan das neue Konzept, das viel Verantwortung ans Auto überträgt. Entweder kann man das Auto selbst steuern, oder das einem Automatik-Modus überlassen. Der ist so intelligent, dass er die Fahreigenschaften – vom Beschleunigen über das Bremsen bis hin zum Kurvenfahren – dem Stil und den Vorlieben des Fahrers anpasst. Dafür überwachen Sensoren konstant die äußeren Bedingungen. Das Nissan IDS Concept soll zudem wie ein aufmerksamer Beifahrer sein: Das System vermittelt die wichtigsten Infos zu Verkehrslage, aktuellen Terminen oder persönlichen Interessen per Anzeige oder Sprache.

Innenraum verwandelt sich
Im Automatik-Modus ändert sich der Innenraum. Das Lenkrad zieht sich in die Mitte der Instrumententafel zurück und ein großer Flachbildschirm wird ausgefahren. Wichtige Funktionen des Autos werden nun entweder automatisch gesteuert oder per Sprache und Gesten bedient. Und es macht sich entspannte Wohnzimmer-Atmosphäre breit: Weiches Licht erhellt den großzügig belederten Innenraum, während sich alle vier Sitze leicht nach innen drehen. Das erleichtert die Unterhaltung zwischen den Insassen.

Blaues Licht soll Konzentration fördern
Im manuellen Modus weisen alle Sitze wieder in Fahrtrichtung. Der Fahrer hat wie gehabt das Lenkrad vor sich, die Instrumente und ein Head-up-Display erscheinen. Der Innenraum wird nun blau statt rot beleuchtet – dieser Farbton soll die Konzentrationsfähigkeit unterstützen. Die beiden Fahrmodi werden mit einem Schalter zwischen den Vordersitzen gewechselt. Der ,Nissan PD Commander" genannte Knopf ist der einzige Schalter, der im autonomen Modus physisch bedient werden kann.

Kommunikation mit der Außenwelt
Von außen gibt sich der kleine Nissan gesprächig: Mit Hilfe verschiedener Leuchten und Anzeigen vermittelt er Fußgängern und anderen Fahrzeugen, dass sie wahrgenommen werden. Ein silbernes LED-Band an der Seite leuchtet rot, sobald sich Fußgänger oder Radfahrer dem Fahrzeug nähern. Und: Ein elektronisches Display, das von der Instrumententafel aus nach außen gerichtet ist, kann Passanten Botschaften vermitteln.

Laut Nissan hohe Reichweite
Zum Motor verrät Nissan nur, dass es sich um einen Elektroantrieb handelt, der von einer 60-kWh-Batterie gespeist wird und eine hohe Reichweite ermöglichen soll. Zudem soll der Aufladevorgang völlig automatisch ablaufen. Wir sind gespannt, wie viel vom IDS in Serienautos wiederzufinden sein wird.

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