Lotus zeigt überarbeiteten Evora 400 in Genf

Lotus hat in seiner über 60-jährigen Geschichte schon viele schnelle Autos gebaut. Auf dem Genfer Autosalon (3. bis 15. März 2015) steht das bisher schnellste. Sagen Sie Hallo zum Lotus Evora 400. Er schafft 300 km/h Höchstgeschwindigkeit und beschleunigt in 4,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Mitverantwortlich ist eine optimierte Variante des aus Exige S und Evora S bekannten 3,5-Liter-Kompressor-V6 (ursprünglich von Toyota), der nun 406 anstatt der bisherigen 350 PS ausspuckt. Das Drehmoment wächst leicht von 400 auf 410 Newtonmeter. Die Leistungssteigerung kommt durch einen neuen Kompressor samt Ladeluftkühler, ein optimiertes Motormanagement und einen neuen Auspuff zustande. Die 400 in ,Evora 400" bezieht sich übrigens auf die britische Leistungsangabe von 400 bhp.

Leichter und deutlich schneller
Der Evora 400 ist aber mehr als nur ,mehr Leistung". Mehr als zwei Drittel sollen beim 2+2-Sitzer neu sein. Das beinhaltet auch eine Gewichtsreduktion von 22 Kilogramm, die hauptsächlich auf die Kappe von leichteren Sitzen, Rädern und Motorbefestigungen geht. In Verbindung mit einer Erhöhung des Abtriebs – die Front, der dreiteilige Heckspoiler und der Diffusor wurden optimiert – sorgt das für eine sechs Sekunden schnellere Rundenzeit auf der hauseigenen Teststrecke in Hethel.

Bequemer im Innenraum
Wie schon im Exige S gibt es eine dreistufige Traktionskontrolle mit den Modi Drive, Sport und Race. Ab Werk ist der Evora 400 mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe ausgerüstet, dessen Schaltgebaren dank einer neuen Kupplung sowie einer neuen Schwungscheibe verbessert wurde. Optional ist auch eine Sechsgang-Automatik erhältlich. Deutlich herausgeputzt zeigt sich auch der Innenraum: Lotus hat das komplette Aluminium-Chassis umgestaltet und die Säulen und Stege dünner und flacher gemacht, um Ein- und Ausstieg zu verbessern. Außerdem soll es nun mehr Platz in Reihe Zwei geben und auch das Cockpit-Design wurde auf den neuesten Stand gebracht.

Lotus auf Wachstumskurs
Optisch ist der Evora 400 am neuen Front-Design zu erkennen, das nun auch LED-Tagfahrlichter beinhaltet. Am Heck fallen – wie erwähnt – der große Spoiler und ein massiver Diffusor ins Auge. Lotus-Chef Jean-Marc-Gales, der die Verkäufe binnen drei Jahren auf 3.500 Autos pro Jahr steigern möchte (2014 verkaufte man etwa 2.000 Fahrzeuge) nennt den Evora 400 ,den schnellsten straßenzugelassenen Lotus, den wir je produziert haben, mit einer Performance, die nur von Autos erreicht wird, die deutlich mehr kosten." Das bringt uns zum Preis. Lotus hat sich zwar noch nicht offiziell geäußert, mit einem Anstieg von gut zehn Prozent gegenüber dem aktuellen Evora S darf aber gerechnet werden. Der Evora S ist ab 78.900 Euro zu haben. Lotus rechnet damit, die Gesamtproduktion bis Herbst 2015 von derzeit 45 auf dann 70 Autos pro Woche anheben zu können. Die Auslieferung des Evora 400 beginnt im Spätsommer 2015.

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