Edo Competition: Porsche Turbo Blackburn rennt 341 km/h Spitze

Schon in der Serienversion hat ein Porsche 911 Turbo S nur sehr wenige natürliche Gegner. Befeuert von einem 560 PS starken 3,8-Liter-Boxermotor, sprintet das Coupé in 3,1 Sekunden auf Tempo 100 und schafft immense 318 km/h Spitze. Den meisten dürfte das ausreichen. Doch der Tuner Edo Competition wollte noch den letzten Rest herausquetschen und hat einen entsprechend gedopten Elfer-Turbo Ende Oktober 2015 auf dem Hochgeschwindigkeits-Oval in Papenburg rennen lassen.

Lamborghini Huracán schafft nur 325 km/h
Sagenhafte 341,21 km/h zeigte das Messegerät an, als der Vortrieb schließlich zu Ende war. Damit dürfte der ,Blackburn", wie der Veredler seinen Renner nennt, der derzeit schnellste Turbo-Elfer der aktuellen Auflage überhaupt sein. Mit dieser Spitze kann der Edo-Porsche übrigens locker einen Lamborghini Huracán versägen, denn der schafft nur 325 km/h.

672 PS und 880 Newtonmeter
Um den Zuffenhausener für den Spitzen-Wert fit zu machen, musste er einige Male unters Messer. Der Sechszylinder hat größere Turbolader und Sportladeluftkühler bekommen, außerdem wurde die Ansauganlage überarbeitet. Darüber hinaus wurde das Steuergerät für Motor und Getriebe verändert. Im Ergebnis liefert die Maschine nun stolze 672 PS und powert mit einem maximalen Drehmoment von 880 Newtonmeter. Und es gibt noch einen respektablen Wert: Die Sprintzeit verkürzt sich auf 2,7 Sekunden.

Riesen-Räder und Tieferlegung
Der Blackburn rollt auf eigens entwickelten Schmiederädern mit Zentralverschluss. Die vorderen 21-Zöller sind mit 245er- Reifen bestückt, an der Hinterachse wurden 325er aufgezogen. Neue Sportfedern ermöglichen eine Tieferlegung von 30 Millimeter. Für den passenden Sound soll eine Edelstahl-Abgasanlage mit Sport- Endschalldämpfer und Trimetallkatalysatoren sorgen. Zu den optischen Feinheiten des Renners gehören unter anderem neonfarben lackierte Bremssättel. Den Preis für den Umbau verrät Edo Competition nur auf Nachfrage. Allerdings wird der Besitz eines 911 Turbo S vorausgesetzt – und der kostet neu knapp 200.000 Euro.

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