VW-Abgasskandal: Nach NOx geht es jetzt um CO2

VW-Skandal und kein Ende: Jetzt stellt sich heraus, dass der Konzern nicht nur bei den Stickoxid-Emissionen, sondern auch bei den Verbrauchsangaben vieler Modelle geschummelt hat. Dies haben die VW-internen Untersuchungen im Rahmen der Dieselaffäre ergeben.

Zu niedrige CO2-Werte
Die Prüfer haben herausgefunden, dass es ,bei der Bestimmung des CO2-Wertes für die Typzulassung von Fahrzeugen zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist", so VW in seiner Pressemeldung. Bei der Zertifizierung wurden zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt. Der Konzern spricht von einem ,bislang nicht vollständig aufgeklärten Sachverhalt." Betroffen sind nach den Aussagen von VW ganz überwiegend Dieselfahrzeuge, aber auch Benziner.

Offenbar vor allem Bluemotion-Diesel betroffen
Rund 800.000 Autos des Konzerns sind involviert. Diese Zahl bezieht sich laut ,Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 3. November auf Europa. Nach Informationen der Zeitung geht es hauptsächlich um die besonders sparsamen Bluemotion-Modelle. Laut FAZ fiel auf, dass zum Beispiel der Golf TDI Bluemotion rund zehn Prozent mehr CO2 ausstößt als angegeben. Wie es zu den falschen Zahlen kam, steht offenbar noch nicht fest. Doch will Konzernchef Matthias Müller ,schonungslos und vollständig" aufklären.

Aktie stürzt ab
Im Gefolge der Meldungen stürzte die VW-Vorzugsaktie von Dienstag auf Mittwoch geradezu senkrecht ab – von 111 auf 102 Euro. Die wirtschaftlichen Folgen der neuen Entdeckungen schätzt VW auf etwa zwei Milliarden Euro.

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