Bentley zeigt überarbeitete Continental-GT-Familie in Genf

Es gibt Punkte, da unterscheiden sich Autohersteller, trotz großem Zielgruppen- und Preisunterschied kaum voneinander: So schickte auch Bentley nach vier Modellzyklus-Jahren die Continental-GT-Fahrzeugfamilie zum Lifting. Daneben verpassen die Briten aber auch dem Flying Spur – nach nur zwei Jahren der Marktpräsenz – ein winziges Update. Die Überarbeitungs-Ergebnisse haben Premiere auf dem Genfer Automobilsalon 2015 (5. bis 15. März).

Geschärftes Continental-GT-Exterieurdesign
Alle Modelle der Continental-GT-Familie (Continental GT, Continental GT Convertible und Continental GT Speed) erhalten einen neuen Frontstoßfänger mit geänderten Kühlergrill-Elementen sowie stärker ausgeformte Kotflügel. Zu den vorderen Kotflügeln zählen zudem neue Luftauslässe. Am Fahrzeugheck fällt der neu gestaltete Kofferraumdeckel ins Auge. Die neue Form soll dabei die Aerodynamik am Wagen-Hinterteil verbessern. Darunter sitzt eine neue und durchgehende Chromleiste. Die GT-Speed-Modelle werden zusätzlich mit einem neu gestalteten Heckdiffusor ausgestattet.

Ausstattungsergänzungen und Veränderungen
Bentley erweitert zudem die Serienausstattung der Luxus-Familie. Im Außenbereich wird das Programm um neue 21- und 22-Zoll-Felgenvarianten sowie drei neuen Lackfarben aufgestockt. Das seit jeher luxuriöse Innere ergänzt und überarbeitet der britische Hersteller mit einem neuen Lederlenkrad, neu gestalteten Instrumenten und größer dimensionierten Schaltpaddles. Beleuchtet wird der Innenraum jetzt serienmäßig mittels LED-Technik. Optional ist in allen Modellen jetzt ein WLAN-Hotspot bestellbar.

Neues Zwölfender-Familienherz
Während der V8 in der Continental-GT-Reihe im Zuge der Überarbeitung unangetastet blieb, arbeitet in den Modellen mit der W12-Bezeichnung ab dem kommenden Modelljahr die optimierte Version des Sechsliter-Zwölfzylinders mit Doppelturboaufladung. So wurde die Leistung des Aggregats von 575 auf 590 PS gesteigert. Analog dazu verbesserte sich der Wert des maximalen Drehmoments von 700 auf 720 Newtonmeter. Mit 14,1 Liter gibt Bentley einen um fünf Prozent verbesserten Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer an. Erreicht wird dieser durch eine automatische Zylinderabschaltung, die den W12 bei gemäßigtem Leistungsabruf auf nur sechs Töpfen laufen lässt.

Minimale Neuerungen für den Flying Spur
Auch das Zwölfzylinder-Triebwerk des Flying Spur (625 PS und 800 Newtonmeter maximales Drehmoment) fährt künftig mit automatischer Zylinderabschaltung vor. Unter das Optik-Messer kam die Luxus-Limousine von Bentley noch nicht, lediglich neue Felgen, Farben für Lack und Leder und ebenfalls ein WLAN-Hotspot lassen sich jetzt zusätzlich ordern.

Kundenauslieferungen ab Sommer 2015
Die Kundenauslieferungen der überarbeiteten GT-Familie sowie dem Flying Spur sollen im Sommer 2015 beginnen. Ob es auch neue Preise geben wird, wurde bislang noch nicht bekannt gegeben. Ein Continental GT mit 507 PS starken V8 hatte bislang einen Einstiegspreis von 170.051 Euro. Ein Flying Spur kostet mit dem gleichen Antrieb mindestens 177.905 Euro.

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