Der Range Rover Evoque bekommt ein Lifting

Als im Jahr 2011 der Range Rover Evoque auf dem Markt kam, waren viele skeptisch: Ist das Design nicht zu extravagant? Werden die Kunden so etwas mögen? Sie mochten es und zwar scharenweise. Mehr als 400.000 Evoque hat Land Rover seither verkauft, noch nie war eine Baureihe der Marke innerhalb so kurzer Zeit so erfolgreich. Tatsächlich wirkt die Optik des Evoque auch nach vier Jahren noch nicht angestaubt. Eine ebenso dankbare wie undankbare Aufgabe für die in der Branche übliche Halbzeit-Modellpflege. Radikale optische Änderungen sind nicht nötig, anderseits soll der Evoque-Kunde aber sehen, dass sich etwas getan hat.

Neues von der Front
Die Besucher des Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015), auf dem der geliftete Evoque erstmals zu sehen ist, sind gut beraten, zweimal hinzusehen. Neu ist der etwas stämmiger wirkende Frontstoßfänger mit schlankeren Nebellampen und einer breiteren Abschleppösenabdeckung. Für den Grill sind künftig zwei Lösungen im Angebot. Standard sind zwei horizontale Streben und ein feinmaschiges Muster, während die stärkeren Versionen eine Ausführung im Sechskant-Design mit anderem Maschengitter bekommen. Als erstes Modell von Jaguar Land Rover erhält der Evoque des Jahrgangs 2016 als Option adaptive Voll-LED-Scheinwerfer.

Schöner Wohnen
Innen gibt es neue Sitze mit optionaler Massagefunktion und bis zu 14-facher elektrischer Einstellung. Bei den Türtafeln und dem Cockpit kommen neue Soft-Touch-Oberflächen zum Einsatz. Ebenfalls neu ist das Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Touchscreen. Hier werden die Seiten per ,Wischen" gewechselt, zudem lassen sich viele Smartphone-Apps steuern. Apropos wischen: Die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe reagiert künftig auch auf Fußbewegungen unter dem Stoßfänger.

Mehr Assistenten
Zum Serienumfang gehört ein Spurverlassenswarner, optional ist endlich ein Spurhalteassistent mit Lenkeingriff lieferbar. Zu den Helfern gehört auch ein Müdigkeitswarner. Für grobes Gelände ist die sogenannte ,All-Terrain Progress Control" (ATPC) gedacht. Mit ihrer Hilfe lässt sich eine Geschwindigkeit zwischen 1,8 und 30 km/h wählen, ebenso Vor- oder Rückwärtsfahrt. Der Evoque-Pilot muss also nur noch lenken und auf die Umgebung achten.

Motoren vom Jaguar XE
Unter die Evoque-Motorhaube wandern neue Vollaluminium-Dieselmotoren. Die Zweiliter-Aggregate stammen aus der Ingenium-Familie und arbeiten auch im Jaguar XE und im Land Rover Discovery Sport, dort aber teilweise in anderen Leistungsstufen. Der Range Rover Evoque TD4 wird ab August 2015 in zwei Versionen angeboten. Mit 150 PS und Frontantrieb soll der Dreitürer nur 4,2 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, das entspricht 109 Gramm CO2. 113 Gramm sind es beim Fünftürer, 125 Gramm mit Allrad. Äußeres Kennzeichen der Knauserer ist ein blaues Evoque-Emblem.

Ein alter Bekannter
Darüber rangiert die 180 PS starke Version des Ingenium-Diesels, die ebenfalls unter fünf Liter Normverbrauch bleibt. Detail am Rande: Die Wartungsintervalle steigen von 25.000 auf 34.000 Kilometer an. Ein alter Bekannter bleibt den Evoque-Fans erhalten und zwar der 240 PS starke Benziner. Zu den Preisen des gelifteten SUVs hält sich Land Rover noch bedeckt, bislang starten sie bei 33.500 Euro für den fünftürigen Diesel mit 150 PS.

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