Range Rover bringt das Evoque Cabrio an den Start

Dass das Range Rover Cabrio kommt, war bereits lange bekannt: Der Hersteller selbst hat mit Fotos eines nur wenig getarnten Testfahrzeuges neugierig gemacht, zudem gab es bereits 2012 ein seriennahes Concept Car. Jetzt gibt es die Bilder des fertigen Fahrzeugs und alle wichtigen Informationen zu Motorisierungen, Ausstattung – und vor allem zum Preis.

Fünftes Range-Rover-Modell
Das Range Rover Evoque Cabriolet reiht sich als fünftes Mitglied in die Range Rover-Familie ein. Zugleich ist es der erste Range Rover mit aufklappbarem Dach und das erste Nobel-SUV, das als Cabrio an den Start geht. Dabei liegt die Betonung allerdings auf ,nobel", denn das erste Gelände-Cabriolet hatte Nissan 2011 mit dem Murano auf die Räder gestellt. Es wurde nur in den USA verkauft und nach drei Jahren wegen zu geringer Nachfrage wieder vom Markt genommen.

Nach 18 Sekunden ist der Evoque offen
Die wichtigste Frage bei einem Cabrio ist die nach der Dachkonstruktion. Beim Evoque kommt ein Stoffverdeck zum Einsatz, das Z-förmig zusammengefaltet wird und dann bündig mit dem Heck abschließt. Das Öffnen des Dachs passiert auf Knopfdruck vollautomatisch und ist nach 18 Sekunden erledigt. Geschlossen wird das Auto in 21 Sekunden. Beides kann auch während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 48 km/h passieren. Die zweiwichtigste Frage ist die nach dem Kofferraumvolumen – der Cabrio-Range bietet 251 Liter fürs Gepäck, beim normalen Dreitürer sind es 420 Liter. Wir sind gespannt, wie sich der Stauraum beladen lässt, auf den Bildern sieht die Ladeöffnung recht schmal aus.

Neuer 10,2-Zoll-Touchscreen
Im Innenraum des Viersitzers kommt optional ein Novum zum Einsatz: Ein hochauflösender 10,2-Zoll-Touchscreen, der mit einem innovativen Infotainmentsystem namens InControl Touch Pro Navigation verbunden ist. Diese Anlage wird erstmals in einem Auto von Jaguar Land Rover verbaut und bietet neben einer Smartphone-Integration auch eine 3G-Internetverbindung und ein Premium-Soundsystem. Und was man innen weder sieht, noch hört, ist das im Heck verborgene Sicherheitssystem: Bei einem Überschlag klappen in 90 Millisekunden Aluminiumstreben aus und schaffen so blitzschnell einen Überlebensraum für die Passagiere.

Ein Benziner, zwei Diesel
Den Antrieb des neuen Evoque Cabriolets übernehmen, wie erwartet, die aus den geschlossenen Evoque-Versionen bekannten Motoren: Ein Zweiliter-Otto mit 240 PS und ein Zweiliter-Diesel mit wahlweise 150 oder 180 PS. Die Kraft wird serienmäßig von einer Neunstufen-Automatik auf den Allradantrieb geschickt. Und wie auch bei den Geschwistern mit festem Dach hilft jede Menge Elektronik dabei, durch unwegsames Gelände zu pflügen. Zu den Helferlein gehören Lösungen wie die ,Terrain Response"-Steuerung aller wichtigen Fahrzeugsysteme, das ,Wade Sensing"-System für Wasserdurchfahrten oder die Offroadsteuerung ,All-Terrain Progress Control" (ATPC).

Zwei Ausstattungslinien ab 51.200 Euro
Das Range Rover Evoque Cabrio ist in den Ausstattungslinien SE Dynamic und HSE Dynamic zu haben. Der Preis startet bei stolzen 51.200 Euro. Dafür sind die Lederausstattung, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Einparkhilfen vorn und hinten, eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein 10,2-Zoll-Touchscreen und ein 380-Watt-Soundsystem an Bord. Rechtzeitig zum Beginn der Cabriosaison im Frühjahr 2016 soll das Evoque Cabriolet bei den Händlern stehen.

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