Die Studie Audi Prologue Avant hat Premiere in Genf 2015

Das sind die ersten offiziellen Bilder des Audi Prologue Avant, der auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015) als Studie gezeigt wird. Das Konzept folgt auf den Audi Prologue, der erst im November 2014 auf der Los Angeles Auto Show debütierte und laut Audi-Designer Marc Lichte die Designrichtung für künftige A6-, A7- und A8-Limousinen vorgeben soll. Das erste Modell mit der neuen Gestaltung wird aller Voraussicht nach der nächste Audi A8 sein, der 2016 auf den Markt kommt. Gerüchten zufolge könnte der Prologue aber auch auf ein neues Topmodell hinweisen – möglicherweise einen A9. Der Prologue Avant kann deshalb auch als Vorbote eines A9 Avant gesehen werden, der in Zukunft in Konkurrenz zum Mercedes CLS Shooting Brake tritt.

So lang wie die Limousinen-Studie
Die scharf gezeichnete Genfer-Studie ist 5,11 Meter lang, 1,97 Meter breit, 1,40 Meter hoch und weist einen Radstand von 3,04 Meter auf. An der Front fallen ein großer Hexagonal-Grill und gewaltige Lufteinlässe auf. Das Heck des Kombis fällt flach ab. Am Hinterteil des Fahrzeugs finden sich in die Schürze integrierte Auspuffrohre und ein kleiner Dachspoiler.

Diesel-Hybrid-System mit kabellosem Plug-in
Das Kombi-Konzept wird von einem Diesel-Hybrid-System befeuert, das ab Sommer 2015 nahezu identisch im Audi Q7 e-tron zum Einsatz kommen soll. Der Dreiliter-Sechszylinder-Selbstzünder und der E-Motor entwickeln gemeinsam eine Systemleistung von 455 PS. Das Systemdrehmoment wird mit 750 Newtonmeter angegeben. Gekoppelt sind die Motoren an eine Achtstufen-Automatik. Das Showcar sprintet in 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Topspeed ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Im Mittel soll der Prologue Avant nur 1,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer benötigen. Um diesen Verbrauch zu realisieren, sollten die 14,1-kWh-Akkus vollgeladen sein. Diese lassen sich kabellos über Induktionsspulen laden und ermöglichen im rein elektrischen Betrieb einen Aktionsradius von bis zu 54 Kilometer.

Alle Achsen lenken mit
Eine Dynamik-Allradlenkung kombiniert eine variabel übersetzte Steuerung an der Vorderachse mit einer zusätzlichen Lenkung für die Hinterräder, wo ein Elektromotor zwei Spurstangen bewegt. So schlagen bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten die Hinterräder bis zu fünf Grad entgegen der Vorderräder ein. Das soll die Agilität erhöhen und den Wendekreis des großen Audi verkleinern. Bei Bedarf und höherem Tempo schlagen die Räder im Heck gleichsinnig der Vorderräder ein, was bei Spurwechseln auf der Autobahn die Fahrzeugstabilität erhöht.

Displayflut im Innenraum
Im Inneren gibt es ein neues Anzeige- und Bedienkonzept für den Fahrer und die Passagiere. Während hinter dem Lenkrad das bereits im Audi TT verfügbare ,Audi virtual cockpit" verbaut wurde, ist die volle Breite des Armaturenbretts als Anzeigefläche gestaltet und integriert drei Touch-Displays. Davon sind zwei Bildschirme auf den Fahrer orientiert. Der linke dient zur Steuerung der Assistenzsysteme, der rechte dem Multimedia-Management. Der Beifahrer kann individuell über ein eigenes Anzeigefeld die Infotainment-Umfänge steuern. Auf der Mittelkonsole befindet sich ein weiteres Display für Schrifteingabe und Klimatisierung. Es handelt sich dabei um einen biegsamen Bildschirm, der erst ausklappt, wenn das Fahrzeug gestartet wird. Ein ähnliches gebogenes Display dient auch den Passagieren im Fond als Bedienelement.

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