So kommt der neue Fiat 124 Spider

Die Amerikaner liebten den Vorgänger. Fast 90 Prozent aller zwischen 1968 und 1985 gebauten Exemplare blieben in den Staaten. Jetzt kriegen sie – fast 50 Jahre nach der Enthüllung des Originals – einen neuen Fiat 124 Spider aufgetischt. Weil die Italiener wissen, wo (mal wieder) die Hauptabnehmer für ihr kleines Roadsterlein zu finden sind, lassen sie die Weltpremiere auf der Los Angeles Auto Show (20. bis 29. November 2015) über die Bühne gehen. Kalifornien und auch der Rest Amerikas dürfte den 124 Spider lieben. Er basiert auf dem wunderbaren Mazda MX-5, packt sich aber deutlich mehr Kurven und auch ein Fünkchen mehr Glamour ins Blech.

Etwas schwülstig
Man kann das, was Fiats Centro Stile in Turin da aus dem kleinen Nippon-Roadster gezaubert hat, durchaus als etwas schwülstig bezeichnen, die Reminiszenzen an den alten 124 Sport Spider sind aber unübersehbar. Chassis und Technik stammen weitgehend vom aktuellen MX-5 und das kann dem Retro-Italo-Cabrio nur gut tun. Es gibt Doppelquerlenker vorne, eine Mehrlenkerachse hinten, ein manuell (aber sehr unkompliziert) zu bedienendes Stoffverdeck sowie Hinterradantrieb. Für die US-Kundschaft und ihre Neigung zum Komfort hat man den 124 Spider aber etwas kuscheliger aufgebaut. Es gibt mehr Geräuschdämmung, eine ,leichte und reaktionsschnelle" Lenkung und luxuriösere Extras wie adaptive Scheinwerfer, ein Sieben-Zoll-Infotainmentsystem mit Rückfahrkamera, Sitzheizung oder ein Bose-Soundsystem.

Eigener 140-PS-Motor
Wieviel all der Luxus gewichtstechnisch zu den nur knapp 1.000 Kilo des MX-5 beiträgt, ist noch nicht bekannt. Allerdings ersetzt Fiat beim 124 Spider die Saugmotoren des MX-5 durch sein eigenes 1,4-Liter-Turbo-Aggregat mit 140 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment. Geschaltet wird manuell mit sechs Gängen, Amerika bekommt auch eine Automatik. Zu Fahrleistungen und Preisen ist bisher nichts bekannt. Allerdings wird es die zwei Ausstattungen ,124 Spider" und ,Lusso" geben. Zum Start des Spider legt Fiat zudem eine ,Anniversary"-Edition auf. Sie ist auf 124 Fahrzeuge limitiert, mit roter Lackierung und schwarzen Ledersitzen. Marktstart hat der Fiat 124 Spider im Sommer 2016. Eine heißere Abarth-Version, womöglich mit 180 PS, ist gut vorstellbar.

Lesen Sie auch:

Irgendwie ikonisch