Toyotas Nobelableger überrascht in Genf mit dem LF-SA

Lexus, die Nobelmarke des Toyota-Konzerns, präsentiert auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015) das Concept Car LF-SA. Auf den ersten Blick wirkt die Studie wie ein Ü-Ei-Auto unter der Lupe: Es hat eine kurze Karosserie, überproportionale Riesen-Räder und einen Kühlergrill-Schlund, der Bäume fressen könnte. Das kleine Konzeptauto soll künftige Designmerkmale von Lexus-Modellen zeigen und möglicherweise ein Ausblick auf einen Kleinwagen sein. Damit würde der Hersteller Neuland befahren, denn ein Kurzer fehlt noch im Portfolio. Der allererste Lexus, der vor mittlerweile 26 Jahren verkauft wurde, war die Luxus-Limousine LS 400. Später kamen Modelle in der Kompakt- und Mittelklasse hinzu, auch bei den SUVs und den Sportwagen hat Lexus mittlerweile ein oder mehrere Eisen im Feuer.

Anleihen vom aktuellen Lexus-Look
Mit 3,45 Meter ist der Lexus LF-SA etwa genauso lang wie der Aygo des Mutterkonzerns Toyota und dessen Kooperationsgeschwister Citroën C1 und Peugeot 108. Der erwähnte Mega-Kühlergrill ist dem aktuellen Diabolo-Look der Lexus-Fronten angepasst, der Rest des Autos ist selbstbewusst mit Ecken und Kanten geformt. Das mächtige Räderwerk (ohne das eine Fahrzeugstudie scheinbar nicht auskommt) muss man sich einfach kleiner vorstellen, dann wirkt es nicht so wuchtig.

Lenkrad und Pedale verstellbar
Innen ist das Konzeptauto als 2+2-Sitzer ausgelegt. Da Stadtfahrzeuge laut Lexus ohnehin meist nur mit einer Person besetzt sind, wurde zwar dem Beifahrer dank einer geschwungenen Armaturentafel mehr Platz geschaffen, das Cockpit aber sonst auf den Fahrer ausgerichtet. Dessen Sitz ist übrigens fixiert, Pedale und das Lenkrad lassen sich aber einstellen. Dafür ist der Beifahrersitz verstellbar, um den Zustieg zum hinteren Gestühl zu ermöglichen.

Kristall-Display und Weitwinkel-Head-up-Anzeige
Beim Messeauto ist der Fahrgastraum in zwei Bereiche aufgeteilt, die sich von den verwendeten Materialien her eindeutig unterscheiden. Auch in puncto Technik hat der LF-SA Neues zu bieten: Das Infotainment-System verfügt über ein Kristalldisplay in der Instrumenteneinheit sowie eine Weitwinkel-Head-up-Anzeige. Welche Merkmale der Studie in künftige Modelle einfließen und ob der derzeit kleinste Lexus in Serie gebaut wird, ist noch nicht bekannt.

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