In den USA sind V6-Diesel bei Audi, Porsche und VW betroffen

Für VW wächst sich der Diesel-Skandal immer mehr zum Desaster aus. Nun hat auch Konzern-Tochter Audi zugegeben, für die Ermittlung von Abgaswerten eine in den USA illegale Software eingesetzt zu haben. Betroffen ist der V6-Dieselmotor, den der Hersteller von 2009 bis 2015 in den US-Modellen A6, A7, A8, Q5 und Q7 eingebaut hat. Volkswagen nutzt das Aggregat im Touareg und Porsche seit dem Modelljahr 2013 im Cayenne. ,Alle betroffenen Modelle sind technisch sicher und fahrbereit", heißt es in einer Stellungnahme von Audi. Der Verkauf der Autos wurde mittlerweile gestoppt.

Drei Programme eingesetzt
Bereits am Montagabend (23. November) teilte das Unternehmen mit, dass insgesamt drei Software-Programme für die US-Zulassung des Dreiliter-TDI-Motors eingesetzt wurden. Eines davon ist nach geltender US-Gesetzgebung als ,Defeat Device" – ein verbotenes Programm zur Manipulation von Abgas-Werten bei Abgastests – eingestuft. Es handelt sich dabei konkret um die Software für die Temperatur-Optimierung des Abgasreinigungs-Systems.

Zweistelliger Millionenbetrag
Audi will nun gemeinsam mit den US-Umweltbehörden ,rasche, unkomplizierte und kundenfreundliche Lösungen" erarbeiten. Zudem sollen die Parameter der Software überarbeitet, dokumentiert und in den USA neu zur Genehmigung vorgelegt werden. Die aktualisierte Software wird aufgespielt, sobald sie von den Behörden freigegeben ist. Audi schätzt den Aufwand dafür auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

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