Bugatti zeigt in Peking den Veyron ,Black Bess"

Wie überbrückt man die Wartezeit auf ein komplett neues Modell am besten? Mit Sondermodellen. Auch Bugatti folgt dieser Devise, allerdings sind die Spezialausführungen der Marke nicht billiger, sondern teurer. Auf der Automesse in Peking (21. bis 29. April 2014) zeigt Bugatti den Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse ,Black Bess".

Berühmter Flieger
Der ,Black Bess" ist das fünfte von insgesamt sechs Editionsmodellen der so genannten Bugatti-Legendenreihe. Jede Ausgabe ist auf drei Fahrzeuge limitiert, jedes kostet 2,15 Millionen Euro. Die bisherigen zwölf Legenden-Mobile sind bereits ausverkauft. Nun folgt der 1.200 PS starke Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse als ,Black Bess". Historisches Vorbild ist der zwischen 1912 und 1914 gebaute Typ 18, von dem nur sieben Stück verkauft wurden. Mit mehr als 100 PS aus einem Fünfliter-Reihenvierzylinder mit dreifach gelagerter Kurbelwelle und obenliegender Nockenwelle erreichte der Typ 18 damals unglaubliche 160 km/h. Berühmtester Kunde war der französische Flugpionier Roland Garros, dessen Name schon vor vielen Jahren an Peugeot-Sondermodellen prangte. Um Verwechslungen zu vermeiden, erhält der Spezial-Bugatti einen besonderen Namen. Der Typ 18 von Roland Garros wurde nämlich später nach dem englischen Rennpferd ,Black Bess" benannt und ist eines von drei überlebenden Fahrzeugen. Heute kann er im Louwman-Museum in Den Haag bewundert werden.

Kunst im Innenraum
Die vollständig aus Kohlefaser bestehende Karosserie des Black-Bess-Vitesse ist komplett schwarz lackiert. Hinzu gesellen sich Anbauteile, die mit 24-karätigem Gold beschichtet wurden, darunter der Hufeisen-Grill. Ebenfalls in Gold glänzen die Radnabenabdeckungen der schwarz lackierten Felgen. Innen wird beiges mit braunem Leder gemixt. Eine Referenz an den historischen Typ 18 ist der Lenkradkranz aus rotem Leder. Absoluter Hingucker sind die Türverkleidungen. Hier sind Szenen mit dem alten Typ 18 und dem Flugzeug von Roland Garros abgebildet. Sie werden in Handarbeit mit Tinte auf das Leder gebracht, weshalb bei keinem der drei Fahrzeuge die Türverkleidungen exakt identisch sind.

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