Bugatti plant neues Modell namens Chiron

Bugatti macht weiter. Zeitweise hieß es ja, die exklusivste Nobelmarke von VW stünde wegen des Sparprogramms von Konzernchef Matthias Müller auf dem Prüfstand. Doch nun ist wohl das Weiterleben der Marke gesichert, denn es wird offiziell vom Nachfolger des Veyron gesprochen, und er hat auch schon einen Namen: Chiron.

Nicht Charon, sondern Chiron
Leute mit humanistischer Bildung fühlen sich an den düsteren Fährmann der griechischen Götterwelt erinnert, der die Toten über den Fluss Acheron setzt, damit sie in den Hades gelangen. Doch mit Charon hat das Auto nichts zu tun. Der ,leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt" (so Bugatti) hat seinen Namen von Louis Chiron, einem Werksfahrer der 20er- und 30er-Jahre. Er fuhr beinahe alle bedeutenden Siege für die Marke ein.

Nachfahrin macht Propaganda für den Wagen
,Das Lastenheft für den Chiron lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir machen das Beste spürbar besser", sagt Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer. Auch Lydie Barre-Chiron, Nachfahrin und Biographin Louis Chirons, ist angeblich begeistert. Sie besuchte kürzlich den Bugatti-Unternehmenssitz in Molsheim, um den Wagen zu begutachten und lässt sich so zitieren: ,Ich bin mir sicher, dass Louis Chiron heute stolz darauf wäre, dass ein so außergewöhnlicher Sportwagen seinen Namen trägt und noch dazu eine Marke repräsentiert, mit der er seine größten Erfolge verbindet."

Messepremiere auf dem Genfer Salon 2016
Der neue Sportwagen wird derzeit ausgewählten Kunden gezeigt. Die Resonanz ist laut Bugatti hervorragend, über 100 Bestellungen liegen bereits vor, obwohl die Kunden den Wagen noch nicht fahren konnten. Denn noch befindet sich der Chiron in der finalen Testphase. Mehrere Prototypen sind auf verschiedenen Kontinenten unterwegs, um unter verschiedensten Straßen- und Klimabedingungen abgestimmt zu werden. Weltpremiere hat der Wagen dann auf dem kommenden Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2016). Man darf davon ausgehen, dass die Leistung jenseits der sagenhaften 1.001 PS des Veyron liegt, vielleicht auch über den 1.200 PS der Supersport-Varianten. Man spricht von 1.500 PS und ebenso viel Newtonmeter. Genauso wird wohl auch der Preis über den 1,3 Millionen Euro liegen, die für den Veyron verlangt wurden – und der noch nicht einmal einen Gewinn einbrachte.

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