Motoren auf Euro 6 getrimmt und Ausstattung verbessert

Der Mini Countryman war der erste Mini mit fünf Türen, fünf Sitzen und optionalem Allradantrieb. Er kam 2010 auf den Markt und wurde seither 350.000 Mal verkauft. Für das neue Modelljahr kriegt der Landgänger nicht nur ein ganz leichtes Facelift verpasst, auch die Motoren und Ausstattungen werden überarbeitet. Auf der New York Auto Show (18. bis 27. April 2014) stellt die BMW-Tochter den aufgefrischten Countryman vor.

Lamelle am Kühlergrill
Die Änderungen außen halten sich in einem sehr überschaubaren Rahmen, es ist ein Mini-Facelift im Sinne des Wortes. Eine verchromte Lamelle teilt nun bei Cooper S und Cooper SD den Kühlergrill. Bei beiden verrät zusätzlich ein kleines, rotes ,S" die stärkeren Motoren dahinter. Die John-Cooper-Works-Version erhält eine rote Zierleiste und das JCW-Logo. Bei allen weiteren Modellvarianten wird der Grill jetzt von je zwei Lamellen unterteilt. Bei One und One D sind sie schwarz gehalten, die beiden Cooper-Ausführungen bekommen Leisten in mattem Silber.

Optischer Unterfahrschutz
Wer den Allradantrieb ALL4 bestellt, erhält, außer beim JCW, angedeutete Unterfahrschutzbleche vorn, hinten und im Bereich der Seitenschweller dazu. Für die Fronttriebler kann der Schutz gegen Aufpreis geordert werden. Darüber hinaus werden neue Lackfarben ins Programm genommen, beispielsweise ,Jungle Green", das auf unseren Bildern zu sehen ist. Für alle außer One und One D ist eine weiße oder schwarze Kontrastlackierung für Dach und Außenspiegelkappen aufpreisfrei zu haben, für den JCW gibt's den Farbkontrast auch in rot. Als weitere Blickfänger lassen sich schwarze Einfassungen für Heckleuchten und Scheinwerfer bestellen. Außerdem sind neue, leichtere Felgen und rollwiderstandsoptimierte Reifen nun ebenso im Programm wie erstmals Nebelscheinwerfer, Tagfahrlicht und Positionslampen mit LED-Technik.

Graue Zifferblätter und mehr Chrom
Im Innenraum wurde vor allem am Geräuschkomfort gefeilt und das Aussehen von Anzeigen und Bedienelementen verändert. Bei allen Countrymans werden Drehzahlmesser und Tacho nun durch anthrazitfarbene Ziffernblätter schicker gestylt, bislang war das dem JCW vorbehalten. Chromapplikationen für die Lüftungs-Bedienregler sollen mehr Glanz in die Hütte bringen.

Cooper S jetzt mit 190 PS
Die Motoren des Countryman wurden in Bezug auf Durst und Schadstoffausstoß überarbeitet, die Aggregate erfüllen nun durch die Bank die Euro-6-Norm. Um den Spritverbrauch zu zügeln, optimierten die Ingenieure die Luftführung am Unterboden, verringerten den Reibwert der Radlager und zogen Reifen mit reduziertem Rollwiderstand auf. Laut Mini werden nun zudem je nach Modellvariante bessere Sprint- und Höchstgeschwindigkeitswerte erzielt. Die signifikanteste Änderung hat der Cooper S erfahren. Dessen Vierzylinder-Otto mit Twin-Scroll-Turbo, Direkteinspritzung und variabler Ventilsteuerung freut sich über einen Power-Aufschlag um sechs auf 190 PS.

Im Sommer bei den Händlern
Ein Update erfuhr auch die Serienliste: Ab Werk ist nun bei allen Modellen das Tagfahrlicht und eine Reifendruckkontrolle an Bord. Im Juli 2014 werden die neuen Countrymans bei den Händlern stehen, die exakten Preise werden aber erst in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Laut eines Mini-Sprechers sollen sie sich jedoch auf dem Niveau des noch aktuellen Modells bewegen. Das startet bei 20.350 Euro für den Countryman One mit 98 Otto-PS.

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