Die legendären Aufziehmotor-Autos kommen zurück

Wer seine Kindheit in den 1970er- und 80er-Jahren im Westen Deutschlands verbracht hat, kam an den Bahnen und Autos von Darda wohl nicht vorbei. Legendär sind die Flitzer, die nach vorn- oder hinten gezogen werden, um dann in einer speziellen Bahn loszusausen. Sie sind so pfeilschnell, dass sie dabei sogar mehrere Loopings schaffen – und das alles ohne Strom.

Aufziehmotor aus 24 Teilen
1970, also vor 45 Jahren, hatte Helmut Darda ein cleveres Federtriebwerk für Spielzeugautos vorgestellt. Den Tüftler nervte es, dass bei den herkömmlichen Kinderzimmer-Rennern entweder die Aufziehschlüssel verloren gingen oder die teuren Batterien schnell leer waren. Nach jahrelangem Tüfteln hatte der Vater zweier Söhne dann seinen Antrieb fertig – dieser bestand aus 24 Teilen und galt damals als kleinster und schnellster Uhrwerksmotor der Welt. Der Name Darda wurde als Wort- und Bildmarke eingetragen. Bis 1993 stellte das Unternehmen von Helmut Darda im Schwarzwald Autos und Bahnen selbst her. Dann wurde das System in die USA verkauft. Nach einigen weiteren Besitzerwechseln ist die Marke heute unter dem Dach der Simm Spielwaren GmbH im mittelfränkischen Roth-Eckersmühlen beheimatet.

Sechs Rennstrecken
Rechtzeitig vor Weihnachten will das Unternehmen nun wieder durchstarten. Wie das im digitalen Zeitalter von Smartphones, Apps und Videospielen gelingt, bleibt abzuwarten.Vielleicht gibt es ja eine Reihe von Vätern, die ihren Sprößlingen die coole Mechanik ihrer eigenen Kindheit nahebringen wollen. Für das Comeback hat Darda sechs neue Rennstrecken für Preise zwischen 27,99 Euro und 59,99 Euro aufgelegt. Das Programm für Einsteiger beginnt mit einer drei Meter langen, aus Einzelteilen zusammensteckbaren Strecke namens ,Police Track" inklusive zweier Loopings. Das Auto ist in diesem Fall ein Porsche 911 GT3 im Maßstab 1:60. Die neue Top-Piste heißt ,DTM Turbo Fighter" und ist 5,30 Meter lang. Auf ihr sind zwei Loopings und zwei hohe Steilkurven zu überwinden. Als Renner sind das DTM-Mercedes C-Klasse-Coupé ,Petrov" und der DTM Audi RS 5 ,Rockenfeller" dabei.

35 verschiedene Rennautos
Alle Bahnen lassen sich mit zukaufbaren Verbindungsstücken beliebig erweitern. Bei den Rennwagen gibt es 35 verschiedene Modelle für knapp zehn Euro pro Stück. Separat sind Stop-and-go-Motoren zu haben. Mit ihnen sausen die Autos erst los, wenn sie angestoßen werden – es lohnt sich also, mehrere Wagen auf der Strecke zu positionieren. Bei einer richtig langen Strecke kann das Zuschauen Spaß machen: Nach einmaligen Aufziehen sollen die kleinen Renner auf der Geraden immerhin mehr als sechs Meter schaffen – oder bis zu sieben Loopings.

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