Ford investiert Milliarden für neue Elektroautos

Man könnte meinen, dass der Zeitpunkt denkbar ungünstig gewählt ist: Momentan ist Kraftstoff in den USA extrem billig, speziell Ford profitiert mit seinen Pick-ups der F-Reihe davon. Trotzdem blickt der Konzern in eine Zukunft, die anders aussehen wird. Bis zum Jahr 2020 will Ford 4,5 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 4,1 Milliarden Euro) in neue Elektroautos investieren.

Scharfer Wind von der Konkurrenz
Aus purem Spaß an der Freude nimmt Ford natürlich nicht soviel Geld in die Hand. Konkurrenten wie Tesla und General Motors sind bei der Elektromobilität deutlich weiter. Tesla hat kürzlich das Model X vorgestellt, 2016 will Konzernchef Elon Musk ein Fahrzeug der Mittelklasse präsentieren. GM-Tochter Chevrolet zeigt im Januar 2016 den Elektro-Kleinwagen Bolt. Dem hat Ford bislang wenig entgegenzusetzen: Der Focus Electric ist ein überteuertes Nischenprodukt, die Plug-in-Hybride von Fusion (hierzulande der Mondeo) und C-Max sind kaum bekannt.

Mit kleinen Schritten zum Ziel
Deshalb will Ford mit Milliardeninvestitionen Gas respektive Strom geben. Bis 2020 sollen 13 neue Elektromodelle das Produktportfolio ergänzen, mehr als 40 Prozent der globalen Ford-Baureihen bekommen eine E-Version. Noch geizt man mit weiteren Informationen. Bislang bekannt ist nur ein kommendes Modell, welches aber nicht unbedingt mit massiver Reichweite glänzt. Erst Ende 2016 startet die Produktion des neuen Focus Electric. Er soll mittels Schnellladung in nur 30 Minuten seine Batterie zu 80 Prozent füllen und so 160 Kilometer weit kommen. Damit wäre die Ladezeit um zwei Stunden schneller als beim aktuellen Modell, zudem werden 160 Kilometer bislang nur bei voller Batterie erreicht. Hinzu kommt künftig ein intelligenter Brems-Assistent zur Unterstützung des Fahrers beim Abbremsen, um die Effizienz des regenerativen Bremssystems zu maximieren. Je gleichmäßiger ein Fahrer bremst, desto mehr Energie wird an die Batterie des Fahrzeuges zurückgeführt.

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