Blitzschneller Supersportler im Pocket-Format

Im Juni 2015 sorgte ein kleiner roter Renner aus Friedrichshafen für Aufsehen in der Sportwagenwelt. Pogea Racing präsentierte den ,Centurion". Hinter dem exotischen Namen versteckt sich ein Alfa Romeo 4C, der von der Tuningschmiede rund um Eduard Pogea aufwendig modifiziert und verbessert wurde. Und da das Bessere ja bekanntlich des Guten Feind ist, zündet Pogea Racing nun die nächste Ausbaustufe – den ,Centurion 1plus".

Leichtgewichtiger Muskelprotz
Der ohnehin schon wunderbar leichte Alfa Romeo 4C wurde unter der Zuhilfenahme von viel Carbon auf eine strenge Diät gesetzt. Front- und Heckschürze sowie Diffusor und Heckspoiler sind aus dem leichten Werkstoff gefertigt. Die beiden Aerodynamik-Elemente am Heck sorgen darüber hinaus für zusätzlichen Abtrieb in Form von 35 Kilogramm bei 160 km/h. Der ursprünglich 240 PS starke 4C leistet nach einer Motorkur von Pogea nun 319 PS und stemmt gewaltige 455 Newtonmeter auf die Hinterachse. Erreicht wurde die Leistung mit einem Sportluftfilter, einer Spezial-Abgasanlage und einer neuen Softwareabstimmung. Der Topspeed wächst von 258 auf nun 305 km/h an. Den Sprint von null auf 100 erledigt der 4C statt in serienmäßigen 4,5 jetzt in pfeilschnellen 3,8 Sekunden. Dabei hilft auch die neue Getriebeabstimmung, die das Doppelkupplungsgetriebe rund 55 Prozent schneller schalten lassen soll.

Gewindefahrwerk und Rennsporttechnik
Unter dem Fahrzeug findet sich ein speziell für Pogea Racing entwickeltes Gewindefahrwerk aus dem Hause KW. Mit den progressiv gewickelten Tieferlegungsfedern lässt sich der 4C 50 Millimeter tieferlegen. Ultraleichte und geschmiedete Felgen werden mit Michelin Super-Sport-Reifen bezogen, um ein hohes Gripniveau zu gewährleisten. Außerdem wurden diverse Motorsport-Komponenten verbaut: Silikonschläuche für Ladedruck und Krümmerkühlung, Stahlflexleitungen für die Bremse mit Rennsportbelägen und eine extrem leichte Kohlefaster-Starterbatterie. Im Endeffekt konnte so das Gewicht des 4C um rund 37 Kilogramm gegenüber der Serie gesenkt werden.

Extrem selten und gar nicht so teuer
Allerdings hat der ,Centurion 1plus" zwei kleine Haken: Es wird nur zehn Exemplare des Super-4C geben und jedes Einzelne davon wird 79.950 Euro kosten. Darin sind dafür dann aber das Grundfahrzeug, die Komponenten sowie die Montage und die Lackierung der Tuningteile enthalten. Und wenn man sich andere Kandidaten im ,Club 300 km/h" anschaut, muss man beispielsweise selbst für den – für einen Supersportler – günstigen Nissan GT-R über 90.000 Euro auf den Tisch legen.

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