Konkrete Maßnahmen in der Abgasaffäre

Der Volkswagenkonzern hat im Rahmen der Abgasaffäre nun eine detaillierte Vorgehensweise für die Abwicklung der nötigen Änderungen an Fahrzeugen mit betroffenen Motoren veröffentlicht. So werden die 1,2-, 1,6- und 2,0-Liter-Motoren nacheinander zurückgerufen und überarbeitet.

Soft- und Hardwareänderungen
Bei den 1,2- und 2,0-Liter-Aggregaten wird lediglich ein Update benötigt, das die Software auf einen Stand bringt, mit der das Fahrzeug die gesetzlichen Normwerte einhält. Bei den 1,6-Liter-Motoren ist neben der Software- auch eine Hardware-Änderung von Nöten. Dabei wird ein sogenannter ,Strömungsgleichrichter" direkt vor dem Luftmassenmesser befestigt. Die Software-Updates werden knapp eine halbe, Soft- und Hardware-Änderung knapp eine volle Stunde dauern. Die Maßnahme gilt für alle 28 EU-Märkte.

Geregelter Ablauf der Maßnahmen
Die Kunden werden – sobald VW die Halterdaten vom Kraftfahrtbundesamt erhalten hat – von Volkswagen in einem ersten Brief über die Rückrufaktion informiert und darum gebeten, noch nicht direkt Kontakt mit einem VW-Partner aufzunehmen. In einem zweiten Schreiben werden die Kunden dann darum gebeten, sich um einen Termin in einem Partnerbetrieb ihrer Wahl zu kümmern. Im ersten Quartal 2016 sollen zunächst die 2,0-Liter-Motoren auf den neuesten Stand gebracht werden. Zum Ende des zweiten Quartals sind dann die 1,2-Liter- und ab dem dritten Quartal schließlich die 1,6-Liter-Fahrzeuge an der Reihe. Bis dahin seien alle Fahrzeuge auch ohne die Änderungen ,technisch sicher und fahrbereit" und können ,uneingeschränkt im Straßenverkehr genutzt werden", so VW.

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