Vereinbarung sieht 150.000 Elektro-9-3 für China vor

Die Fans von Saab mussten in den letzten Jahren viele vollmundige Ankündigungen über sich ergehen lassen. Seit 2012 sind die Reste der schwedischen Automarke im Besitz von ,National Electric Vehicle Sweden", kurz NEVS. Miteigentümer sind diverse chinesische Firmen. Mit China hat auch der Deal zu tun, den NEVS jetzt vereinbart hat.

Riesen-Auftrag aus China
Mit dem Unternehmen Panda New Energy wurde eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um bis Ende 2020 insgesamt 150.000 elektrisch betriebene Saab 9-3 Limousinen an Panda zu liefern. Damit will Panda zu einer der weltweit größten Leasinggesellschaften für Elektrofahrzeuge aufsteigen. Finanziell geht es bei dem Geschäft um umgerechnet elf Milliarden Euro.

Neuer Wein in alten Schläuchen?
Man würde es den Saab-Erben gönnen, dennoch ist Skepsis angebracht. Schließlich geht es um jenen 9-3, der seit 2002 auf dem Markt war und 2013 ohne patentierte Teile von General Motors wieder vom Band lief. Von der Elektroversion entstand eine Vorserie von 200 Exemplaren, ab Sommer 2015 wollte man mit dem Verkauf in China beginnen, nun wird das Jahr 2017 angepeilt. Gerüchten zufolge plant NEVS zudem vier verschiedene, neue Elektroautos auf einer eigens entwickelten Plattform. Sie sollen sukzessive ab 2018 auf den Markt kommen.

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