Neuer XF mit einem spektakulären Stunt präsentiert

Mit einem spektakulären Hochseil-Stunt hat Jaguar den neuen XF am Abend des 24. März 2015 in London erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Stuntman Jim Dowdall, der schon in James-Bond- und Indiana Jones-Filmen Schauspieler bei gefährlichen Szenen gedoubelt hat, steuerte den Jaguar in luftiger Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands. Mit der luftigen Aktion wollte der Hersteller auf die neue, viel leichtere Aluminium-Karosserie aufmerksam machen – immerhin soll der neue XF bis zu 190 Kilogramm weniger wiegen sein als sein Vorgänger und trotzdem rund ein Drittel verwindungssteifer sein. Die Aerodynamik hat sich laut Jaguar signifikant verbessert: der cW-Wert ist von 0,29 auf 0,26 gesunken.

Etwas kürzer und flacher, viel mehr Radstand
Mit technischen Daten hält sich der Autohersteller noch britisch-vornehm zurück. Erst zur Weltpremiere des Wagens auf der New York International Auto Show NYIAS (3. bis zum 12. April 2015) sollen dann weitere Informationen folgen. Bekannt gegeben wurde, dass der neue Jaguar XF sieben Millimeter kürzer (neu: 4.954 Millimeter) und drei Millimeter flacher (neu: 1.457 Millimeter) ist als das scheidende Modell. Das ist ist natürlich mit bloßem Auge kaum zu sehen. Viel wichtiger ist der Radstand: Er wuchs um 51 auf 2.960 Millimeter. Das soll vor allem im Fond durch mehr Bein-, und Kniefreiheit zu spüren sein.

Neuer Turbodiesel mit 163 oder 180 PS
Während sich das Design nicht maßgeblich verändert hat, passierte umso mehr unter dem Blech. Neu kommt ein Turbodiesel der Ingenium-Reihe ins Programm, er wird auch im neuen XE angeboten. Wie dort wird der Zweiliter-Vierzylinder mit 163 oder 180 PS zu haben sein und mit Drehmoment-Spitzen von 380 beziehungsweise 430 Newtonmeter powern. Als stärkster Diesel wird ein Dreiliter-V6 verbaut, der mittels paralleler und sequentieller Bi-Turbo-Aufladung 300 PS und 700 Newtonmeter liefert. Bei den Benzinern steht ebenfalls ein Dreiliter-V6 bereit. Die Kompressormaschine bietet 340 PS oder 380 PS, das Drehmoment liegt bei jeweils 450 Newtonmeter.

Mit Achtgang-Automatik
Die beiden kleinen Diesel sind wahlweise mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einer Achtgang-Automatik verbunden, die V6 Aggregate können nur mit dem Automaten bestellt werden. Die mit Erfahrungen aus dem F-Type und dem XE nun auch für den XF entwickelte elektromechanische Servolenkung (EPAS) soll die Lenkpräzision erhöhen und helfen, den Verbrauch zu senken. Geschraubt wurde auch am Fahrwerk: Ein Zusatz-Ventil zum Absenken der Dämpferkräfte bei niedrigen Geschwindigkeiten kümmert sich um einen verbesserten Abrollkomfort. Zusätzlich passt ein adaptives System die Kennungen blitzschnell der jeweiligen Fahrsituation an.

Neues Setup-System
Neu im XF ist das aus dem F-Type bekannte Setup-System ,Configurable Dynamics", mit dem sich die Charakteristik von Dämpfern, Lenkung und Gasannahme individuell festlegen lässt. Beim optionalen Allradsystem wird die automatische Kraftverteilung (torque-on-demand) verbessert und das ebenfalls aus dem F-Type stammende ,Intelligent Driveline Dynamics (IDD)"-System eingesetzt. Für die XF-Hecktrieber gibt's nun die fürs Anfahren auf lockerem Untergrund entwickelte ,All-Surface Progress Control". Sie regelt im Stil einer Launch Control automatisch das Zusammenspiel zwischen Bremse und Gaspedal. Der Fahrer muss sich nur noch aufs Lenken konzentrieren.

Neues Infotainment-System mit Dual-View
In Sachen Infotainment bringt der XF das neue ,InControl Touch Pro System" inklusive 10,2-Zoll-Touchscreen mit Dual-View-Technologie mit. Letztere erlaubt es, dass Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Inhalte auf dem Monitor sehen können. Auf Wunsch ist auch ein konfigurierbares 12,3-Zoll-TFT-Kombiinstrument lieferbar. Ebenso im Programm werden ein Head-Up-Display und Voll-LED-Scheinwerfer sein.

Markteinführung im Herbst 2015
Der neue Jaguar XF wird an der Seite von F-Type und XJ im Werk Castle Bromwich vom Band laufen und im Herbst zu den Händlern rollen. Zu den Preisen hat sich der Hersteller noch nicht geäußert. Wir rechnen mit etwa 47.000 Euro für den 163-PS-Diesel. Die derzeitigen Einstiegsmodelle sind 45.900 Euro teurer.

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