Black Series? GT3? Heiße AMG-GT-Version als Erlkönig

Ist Ihnen der Mercedes-AMG GT mit seinen bis zu 510 PS zu zahm? Haben Sie Nachbarn, die sie noch nicht wegen Lärmbelästigung vor den Richter gezogen haben? Dann könnte folgende Meldung wie Musik für Ihre V8-verwöhnten Ohren sein. Auf der Nürburgring-Nordschleife wurde nämlich erstmals ein Erlkönig erwischt, der auf eine nachgeschärfte Variante von Daimlers neuem Super-Coupé hindeutet. Ein möglicher Mercedes-AMG GT3 dürfte noch rennstreckenorientierter daherkommen, um sich mit Porsche 911 GT3, Aston Martin Vantage GT12, Corvette Z06 oder Nissan GT-R Nismo zu messen.

Leichter und stärker
Der Prototyp zeigt einen aggressiveren Frontsplitter, etwas breitere Radhäuser und einen großen, fest installierten Heckflügel. Um die Black-Series-Variante des AMG GT dürfte es sich hierbei aber nicht handeln. Sie soll erst später im Modellzyklus eintreffen. Eher kommt eine Art GT3-Modell in Frage (als marketingträchtige Straßenversion des neuen Mercedes-AMG GT3 Rennautos?). Erwarten Sie in jedem Fall mehr Kraft, weniger Gewicht durch den Einsatz von Carbon sowie ein radikaler abgestimmtes Fahrwerk. Am einfachsten dürfte dabei die Erhöhung der Motorpower über die Bühne gehen, schließlich soll der neue 4,0-Liter-Biturbo-V8 die derzeitige Spitzenleistung von 510 PS im AMG GT S relativ locker aus dem Ärmel schütteln. Um die 550 PS sollte man also erwarten dürfen.

GT3 wird er nicht heißen
Daneben sollte es Anpassungen an Rädern, Bremsen und womöglich auch am Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geben. Mercedes-AMG-Chef Tobias Moers sagte in einem Interview mit britischen Journalisten, dass eine Rennstrecken-fokussierte Version des GT rund zehn Sekunden von der Nordschleife-Zeit des AMG GT S abfeilen würde. Diese liegt bei 7:30 Minuten. Die Serienversion des aufgepumpten Mercedes-AMG GT sollte im Laufe des Jahres 2016 erscheinen. ,GT3" wird das Auto aber nicht heißen. Moers erklärte bereits, dass der Name GT3 ,dem anderen Unternehmen gehört".

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