Die Monster-Drifter aus der Hölle

Eine einsame Bergstraße, die zu einem verlassenen Feriendorf führt, tiefgrüne japanische Wälder und zwei Fahrzeuge, die unterschiedlicher nicht sein könnten – pilotiert von zwei Fahrern, für die das Gleiche gilt: So könnte man den Grundstock des neuesten Videos von Brausegigant Monster Energy beschreiben. Es heißt ,Battledrift" und der Name ist Programm.

Lamborghini gegen Mustang
Die Hauptdarsteller in dem vor Feuerbällen und Reifenqualm strotzenden Opus sind ganz klar die beiden Autos und deren Fahrer. Die Profi-Drifter Vaughn Gittin Jr. (USA) und Daigo Saito (Japan) haben für den Dreh extra Ihre neuesten Quer-Kreationen in die japanische Einöde gebracht. Gittin tritt in einem uramerikanischen Ford Mustang mit dröhnendem V8 an, während Daigo Saito wohl das ungewöhnlichste Driftauto seit langem an den Start bringt: einen Lamborghini Murcielago mit kreischendem V10 und fast schon blasphemisch-breiten Liberty-Walk-Bodykit. Beide Autos sind so weit vom Serienzustand entfernt wie Japan und Amerika. Modifizierte Fahrwerke, riesige Lenkwinkel und Schalldämpfer, die den Namen eher ad absurdum führen, als ihn ernst zu nehmen.

Driften in der Geisterstadt
Die Location für den Dreh ist ebenfalls sehr außergewöhnlich. Mitten in Japan fühlt man sich plötzlich in eine typisch russische Stadt versetzt. Der Grund: ein seit Jahren verlassener Freizeitpark, von dem die Bewohner des angrenzenden Dorfes sogar glauben, es würde dort spuken – der perfekte Platz für den spektakulären Dreh. Die beiden Drifter jagen zuerst die enge Bergstraße hinauf, Tür an Tür, es könnte enger nicht zugehen. Auf dem Plateau des Ferienparks angelangt, werden dann fleißig Kreise um diverse Hindernisse und durch verlassene Gebäude gedriftet. Dann folgt ein plötzlicher – aber dank riesigem Lamborghini-Auspuff-Feuerball sehr spektakulärer – Übergang in die Nacht-Szenen. Das nun durch japanische Tuner-Fahrzeuge belebte Dorf erwacht zum Leben und ist Zeuge für ein episches Duell der beiden Fahrer, die sich keinen Millimeter schenken. Als finaler Akt werden letztendlich die Reifen der beiden Autos bis auf die Karkasse heruntergeschreddert – Tradition im Drift-Business. Reifenqualm steht in der Luft, dann ist es wieder still im ,Geister-Park" – bis irgendwann wieder zwei findige Drifter die Straße dorthin zum Duell-Schauplatz machen.

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