Neue Vernetzungs-Technik von Delphi fürs autonome Fahren

Neben den Autoherstellern arbeiten auch die Zulieferer fieberhaft am Zukunftsthema autonomes Fahren. So präsentiert die britische Firma Delphi nun auf der Consumer Electronics Show (6. bis 9. Januar 2016 in Las Vegas) ihre Technik.

Langzeittest zum autonomen Fahren
Auf der letzten CES hatte Delphi ein automatisiertes Fahrzeug gezeigt, das danach die bisher längste autonome Fahrt in Nordamerika absolvierte – von San Francisco bis New York. Zur CES 2016 stellt Delphi nun eine weiterentwickelte Version der Technik vor. Dabei steht die Kommunikation des Fahrzeugs mit seiner Umgebung im Mittelpunkt – der Fachbegriff lautet V2E (Vehicle to Everything). Dabei steht ,Everything" zwar nicht für alles, aber vieles: Straßen, Verkehrszeichen, Ampeln, andere Fahrzeuge und sogar Fußgänger.

Handy soll Fußgänger retten
Um Fußgänger zu erkennen, könnte in zukünftige Smartphones ein spezieller Chip eingebaut werden. Dadurch könnte der Fahrer des Autos vor der Anwesenheit des Passanten gewarnt werden – vor allem, wenn sich der Fußgänger mit seinem Handy beschäftigt, ohne auf den Verkehr zu achten. Rote und gelbe Ampeln werden ebenfalls erkannt, und zwar durch Dedicated Short Range Communication (DSRC). Vor allem aber soll das Auto der Zukunft alle Fahrzeuge in der unmittelbaren Umgebung erkennen können – zum Beispiel Autos, die urplötzlich auf die eigene Spur wechseln, oder Gegenverkehr hinter einer Kurve.

Autonomes Fahren auf einer deutschen Straße
An dem Thema autonomes Fahren forscht Delphi auch in Deutschland: Hier fahren ab Januar 2016 autonome Testwagen des Typs Audi SQ5 TDI auf öffentlichen Straßen. Genauer gesagt ist es nur eine: Die in Wuppertal ansässige deutsche Tochter des Zulieferers erhielt die Genehmigung, die autobahnähnlich ausgebaute Landesstraße 418 ganz in der Nähe ihres Standorts für die Tests zu nutzen.

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