VW zeigt Technikneuheiten auf dem Motorensymposium

Ganz Europa blickt derzeit nach Wien. Während die Musikfans die Eurovision-Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst feiern, interessieren sich namhafte Ingenieure aller großen Autofirmen für die Antriebszukunft. Auf dem Wiener Motorensymposium stellte unter anderem VW seine Pläne für die Zukunft vor. Das Motto der Wolfsburger: Weniger ist mehr. Dabei ist das Ziel von VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer ,Effizienz und Fahrspaß zu vereinen".

Starker Passat-Diesel
Erste Einblicke gab es auf den neu entwickelten Zweiliter-Biturbo-TDI mit 240 PS Leistung. Er ist für den neuen Passat vorgesehen, der im Herbst 2014 debütiert. Schon als Studie konnte der Golf R 400 bewundert werden. Passend zum Namen wird die Serienversion von einem Zweiliter-TSI mit 400 PS befeuert. Bislang vertragen die VW-Doppelkupplungsgetriebe nicht mehr als 500 Newtonmeter maximales Drehmoment. Beseitigen soll dieses Manko ein neues Zehngang-DSG für 500 Newtonmeter und mehr.

Wasserstoff mit Fragezeichen
Mit dem e-Golf und dem Golf GTE prescht VW derzeit in Sachen Elektro und Hybrid vor. Auch die Brennstoffzelle ist bereits für die Integration in den Golf vorbereitet. VW sieht die primären Herausforderungen aber noch bei den Themen Verfügbarkeit und Speicherung des Wasserstoffs. Mit Blick auf konventionelle Verbrennungsmotoren setzt das Unternehmen auf Downsizing. Neu sind zwei Dreizylinder: Ein Diesel mit 1,4 Liter Hubraum und ein TSI-Benziner mit einem Liter Hubraum.

Flotter Dreier
Der Dreizylinder-TSI stammt aus der EA-211-Motorenfamilie, die derzeit unter anderem aufgeladene Vierzylinder mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum umfasst. Neu ist nun die Einliter-Variante mit weiterentwickelten Ladungswechsel- und Einspritzkomponenten. Der 1.0 TSI soll zunächst im Polo und Golf zum Einsatz kommen. Mit Turboaufladung und Direkteinspritzung leistet der Motor im Golf 115 PS, im Polo werden es 95 PS (als BlueMotion TSI) und 110 PS sein. Das maximale Drehmoment liegt zwischen 160 und 200 Newtonmeter. Auf Basis des neuen Aggregats soll es künftig auch eine Erdgas-Variante geben.

Baukasten-Prinzip
Für Polo und Golf ist der neue 1,4-Liter-TDI mit drei Zylindern vorgesehen. Er ist Bestandteil des so genannten modularen Dieselbaukastens (MDB). Das EU-6-Aggregat löst im frisch gelifteten Polo die bislang unterschiedlich großen Diesel ab. Dort arbeiten künftig einheitliche Motoren mit 75 und 90 PS Leistung, die darüber rangierende Version mit 105 PS bleibt dem Golf vorbehalten. Die Drehmomentspanne reicht von 210 bis 250 Newtonmeter. Insgesamt sollen die neuen Dreizylinder bis zu 30 Kilogramm leichter als ihre Vorgänger mit vier Töpfen sein.

Gallery: Neue Dreizylinder und Super-DSG