Dieselskandal: USA verklagen VW

Die USA verklagen Volkswagen, Audi und Porsche wegen der Schummelei bei den Dieselemissionen. Dies teilt nun das US-Justizministerium auf seiner Website mit. VW habe den Clean Air Act verletzt, denn die Fahrzeuge wurden nicht so verkauft wie in den Zulassungsanträgen angegeben. Die Rückrufdiskussionen hätten zudem keinen akzeptablen Weg in die Zukunft gezeigt.

,Gesundheit gefährdet, Verbraucher betrogen"
Fast 600.000 Dieselfahrzeuge seien mit dem berüchtigten ,defeat device" ausgerüstet worden. Die Zahl ergibt sich aus den betroffenen Fahrzeugen, die seit dem Modelljahr 2009 verkauft worden seien: rund 499.000 Autos mit 2.0- TDI-Motor und etwa 85.000 Fahrzeuge mit 3.0 TDI. Beim 2.0 TDI überschritten die NOx-Emissionen den Grenzwert bis zum 40-Fachen, beim 3.0 TDI lägen die Emissionen bis zum Faktor neun darüber. Damit sei die Gesundheit der Bürger gefährdet und die Verbraucher betrogen worden.

Angeblich vier Verstöße gegen den Clean Air Act
Bei dem angestrebten Zivilprozess geht es um Geldstrafen. Deren Höhe wurde im September 2015 von der Umweltbehörde EPA folgendermaßen berechnet: 37.500 Dollar Strafe pro Auto mal 482.000 Autos – das war der damalige Stand – ergibt rund 18 Milliarden Dollar oder knapp 17 Milliarden Euro. Reuters spricht in einem Artikel auf seiner Webseite vom 4. Januar nun gleich von 90 Milliarden Dollar, denn VW habe den Clean Air Act laut Anklageschrift viermal verletzt.

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