GTI-Treffen 2014 am Wörthersee: Audi prescht mit 525-PS-Showcar an

Vom 28. bis 31. Mai 2014 strömen die VW-Fans an den Wörthersee ins Kärntner Land zum mittlerweile legendären GTI-Treffen. Dort tummeln sich nicht nur die coolen Umbauten von Volkswagen-Automobilen, sondern auch getunte Mobile der Konzernmarken Audi, Seat und Skoda. Und da das VW-Treffen mittlerweile bis in die Vorstandsetage des Unternehmens beliebt ist, präsentieren die VW-Töchter in Eigenregie heiß gemachte Concept Cars. Und oft liegt bis zum Schluss der Schleier des Geheimen über den offiziellen Exponaten. In diesem Jahr hat Audi als erster Hersteller die Abdeckhaube von seinen Ausstellungsstücken gezogen, Seat, Skoda und VW selbst hüllen sich noch in vornehmes Schweigen.

Concept Car in Magnetic Blue
Die Ingolstädter reisen mit zwei Showcars und zehn Serienmodellen an. Der Blick-Magnet wird dabei wohl das A3 clubsport quattro concept sein und das nicht nur, weil es in ,Magnetic Blue" lackiert ist. In dieser Konzeptstudie auf Basis der S3 Limousine wummert ein Fünfzylinder-TFSI-Motor mit sagenhaften 525 PS. Dieser turboaufgeladene Direkteinspritzer treibt in der Serie den RS Q3 mit 310 PS an.

600 Newtonmeter Drehmoment
Im Showcar powert die Maschine mit 211,7 PS pro Liter, das macht bei einem Gesamtgewicht von 1.527 Kilogramm ein Leistungsgewicht von 2,9 Kilogramm pro PS. Zum Vergleich: Beim Porsche 911 Turbo mit 520 PS muss jedes PS 3,2 Kilogramm Gewicht bewegen. Im Audi prasseln zwischen 2.300 bis 6.000 Touren saftige 600 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Selbst die Fahrwerte sind sagenhaft für eine Kompakt-Limousine: In 3,6 Sekunden gehts auf Tempo 100, die Spitze ist bei 310 km/h erreicht. Wers wissen will: Der Turbo-Porsche braucht 3,4 Sekunden und wird 315 km/h schnell.

Einstellbares Gewindefahrwerk
Um dem Benziner im Ingolstädter so viel Kraft abzupressen, wurden ein größerer Turbolader und ein angepasster Ladeluftkühler montiert. Zudem haben die Audianer die Ansaug- und Abgasanlage auf Durchsatz ausgelegt. Und während die Audi-Serienmodelle möglichst unauffällig klingen sollen, wurde das kehlige Fauchen des Fünfzylinders besonders hervorgehoben. Gegenüber der serienmäßigen S3 Limousine ist die Karosserie um zehn Millimeter tiefer gelegt, Federung und Dämpfung fallen laut Audi sehr straff aus. Alle Parameter lassen sich an den Federbeinen des Gewindefahrwerks einstellen, so kann das Showcar auf Straße oder Rennstrecke abgestimmt werden. 21-Zöller mit 275er-Reifen stellen den Kontakt zum Boden her, gebremst wird mit fadingresistenten Kohlefaser-Keramik-Scheiben.

Mit Luftbremse
Zu den optischen Merkmalen des Super-Blaumanns gehören ein CFK-Blade unterhalb des Kühlergrills, neue Lichtkanten in der Seitenlinie über den Rädern, Carbon-Seitenschwellerleisten und ein fetter Diffusor am Heck. Hinzu kommen eine martialische Heckschürze und Wabengitter im Bereich der Endrohre. Eine Besonderheit ist auch die Airbrake: Wird im hohen Tempo gebremst, stellt sich das hintere Segment des Gepäckraumdeckels von der Spoilerposition blitzschnell fast senkrecht auf. Bei 250 km/h soll diese Luftbremse den Bremsweg um etwa zwölf Meter verkürzen. Innen gibts Rennsitze, viel Carbon und Alu. Der Motor wird mit Hilfe zweier Tasten am Lenkrad gestartet und gestoppt. Die Uhren tragen schwarze Zifferblätter, weiße Zahlen und rote Zeiger. Im Drehzahlmesser erscheint beim Erreichen der Höchstdrehzahl von 6.900 Touren ein Schaltblitz.

TT-Concept wird ebenfalls gezeigt
Neben dem Clubsport-Unikat wird Audi am Wörthersee auch die Studie TT quattro sport concept präsentieren, die bereits auf dem Genfer Autosalon im März 2014 für Aufsehen sorgte.

Gallery: Blaumann als Blick-Magnet