Lincoln zeigt in New York das Continental Concept

Der Lincoln Continental gehört zu den großen Namen der US-Autokultur. Erstmals 1940 verwendet, steht er für den ultimativen Luxus der Ford-Tochter. Hierzulande kennen wir den Continental als Präsidentenlimousine von John F. Kennedy oder fahrbaren Untersatz des ,Paten" und anderer Mafiosi. In den USA liegt das Image des ,Conti" hingegen durchaus auf S-Klassen-Niveau. Jetzt zeigt Lincoln auf der Automesse in New York (3. bis 12. April 2015) eine Studie, die den nächsten Continental vorwegnimmt.

Neuauflage nach 14 Jahren
Seit 2002 hatte Lincoln keinen Continental mehr im Programm, das aktuelle Flaggschiff ist der 5,22 Meter lange MKS. Doch 2016 soll sich das ändern, laut Ford-Chef Mark Fields ist das Konzeptfahrzeug ein ,starker Hinweis auf den Lincoln Continental, den wir im kommenden Jahr einführen." Optisch erinnert die Studie an einen Mix aus Jaguar und Audi. Besonderes Merkmal ist der Kühlergrill, auf dem zentral das Lincoln-Markenemblem prangt. Dessen Form wird im umgebenen Gitter aufgegriffen und wirkt auf den ersten Blick wie das Scherblatt eines Elektrorasierers. Daneben sind adaptive LED-Scheinwerfer angebracht. Ein weiteres Highlight sind die versteckten Türgriffe, die auf Knopfdruck hervorgleiten.

Besonders edel
Für den Continental verspricht Lincoln ,Quiet Luxury", also besonders ruhigen Luxus. Innen geht es auf jeden Fall nobel zu, dafür sorgen venezianisches Leder, Alcantara und Wollteppiche. Rotgold umrahmt den Instrumententräger. Die Vordersitze sind 30-fach verstellbar, wer hinter dem Beifahrersessel Platz nimmt, kann diesen wie in der Mercedes S-Klasse per Knopfdruck nach vorne schieben. Die Fondpassagiere können zudem das Klima und den Sound von hinten beeinflussen. Nettes Detail: An den Lehnen der Vordersitze befinden sich kleine Reisetaschen aus Leder fürs Luxus-Shopping.

Sechs statt acht
Zum Antrieb hält sich Lincoln noch relativ bedeckt: Das Continental Concept wird von einem Dreiliter-V6-Ecoboost-Benziner angetrieben. Wie stark der Motor ist, bleibt im Dunkeln, klar ist nur, dass Lincoln dieses Aggregat exklusiv bekommen soll. Zumindest hinsichtlich der Assistenzsysteme gibt sich der Hersteller offenherziger: An Bord der Studie sind ein Pre-Collision-System mit Fußgängererkennung, ein Parkassistent und eine 360-Grad-Kamera.

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