Ab 2016 soll der CT6 der deutschen Oberklasse die Stirn bieten

Cadillac will nach Jahren der Abstinenz wieder in der Oberklasse mitspielen. Auf der Automesse NYIAS in New York enthüllte der Hersteller den CT6. Für das Comeback der Marke im Segment von Audi A8, BMW 7er und Mercedes S-Klasse soll der Große über eine Vielzahl neuer Technologien verfügen. Der CT6 ist zugleich eines von acht neuen Modellen, mit denen die Marke bis zum Ende des Jahrzehnts wieder richtig Land gewinnen will. Dafür hat der Hersteller immerhin umgerechnet etwa 11,2 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Fahrzeuge gesteckt.

Unter 1.700 Kilogramm Leergewicht
Die 5,18 Meter lange Limousine bietet einen Radstand von 3,11 Meter und dürfte damit im Fond jede Menge Platz haben. Die Karosserie besteht aus elf verschiedenen Materialien, unter denen Aluminium den Löwenanteil ausmacht. Das Auto soll ein grandioses Leergewicht von unter 1.700 Kilogramm auf die Waage bringen – ein BMW 740i beispielsweise wiegt 1.900 Kilo, ein Mercedes S 500 knapp zwei Tonnen.

Mit Hinterradlenkung
Nach den Worten von Cadillac-Chef Johann de Nysschen sei der CT6 vor allem auf Fahrdynamik ausgelegt worden. Dafür bekam der Wagen eine Hinterradlenkung und ein adaptives Fahrwerkssystem, bei dem jeder Dämpfer einzeln angesteuert wird. Während bei normaler Fahrt nur die Heckräder das Auto voranbringen, schaltet sich der Allradantrieb bei Bedarf automatisch zu. Außerdem gibt es, wie in dieser Klasse mittlerweile Standard, ein Setup-System für die Fahrmodi Touring, Schnee/Eis und Sport.

Dreiliter-Turbo-V6 mit Zylinderabschaltung
Als Herzstück schlägt ein völlig neu entwickelter 3,0-Liter-Twin-Turbo-V6, der voraussichtlich über 400 PS leistet und 543 Newtonmeter maximales Drehmoment herbeischafft. Eine neuartige Zylinderabschaltung und eine intelligente Achtgang-Automatik (die bei jedem Modell Serie ist) sollen den Verbrauch niedrig halten. Außerdem sind ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo und ein neuer 3,6-Liter-V6-Sauger zu haben .

Display als Innenspiegel
Zu den technischen Features gehören eine zuschaltbare Halteautomatik, die Vorwärts- oder Rückwärtsrollen des Fahrzeugs verhindert, eine 360-Grad-Kamerasicht inklusive Videosystem zur Aufzeichnung während der Fahrt, und ein Nachtsichtgerät mit Wärmebildanzeige. Eine Besonderheit bietet auch der Innenspiegel mit Rückfahrkamera: Er ist als Display ausgelegt, das ein Kamerabild anzeigt. Und natürlich hat der kommende Caddy auch eine automatische Einparkfunktion und ein Fußgängerschutzsystem mit Notbremsassistent. Um den Komfort kümmern sich Massagefunktionen in den Sitzen (auch im Fond), verstellbare Rücksitz-Lehnen, schwenkbare Zehn-Zoll-Bildschirme in den Lehnen der Vordersitze, eine Vier-Zonen-Klimaanlage und ein Bose-Soundsystem mit 34 Lautsprechern.

Ab 2016 im Handel
Der CT6 wird ab Ende 2015, zunächst für Nordamerika, im Werk Detroit-Hamtramck gebaut – in die Fabrik wurden eigens für den CT6 und zwei weitere Modelle umgerechnet etwa 356 Millionen Euro investiert. Die Autos für den chinesischen Markt werden ab Anfang 2016 in einem komplett neuen Werk direkt in China montiert. Darüber hinaus wird der CT6 auch in Europa, Korea, Japan, Israel und im Nahen Osten angeboten, die Produktion beginnt Anfang 2016 im Werk Detroit-Hamtramck. Zu den Preisen und zum genauen Termin der Markteinführung gibt es noch keine Informationen.

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