Ford SVT Raptor wird zum Shelby American ,Baja 700"

Wenn Shelby American mal wieder einen Ford in ein flammenspeiendes Monstrum verwandelt hat, sorgt das hierzulande zwar für einige Erheiterung, mehr aber meistens auch nicht. Man kann die Autos auf dieser Seite des großen Teichs schließlich nicht erwerben. Mit dem neuesten Streich von Caroll Shelbys Nachkommen verhält es sich, was die Verfügbarkeit angeht, zwar ähnlich, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit ist in diesem Fall wohl dennoch angebracht: Ziehen Sie ihren Cowboyhut und sagen Sie Hallo zum Shelby Baja 700.

Mit 700 PS überall hin
Na gut, der Baja 700 basiert nicht auf dem ganz neuen Ford Raptor, sondern auf dem von 2011 bis 2014 gebauten Vorgänger, aber er hat es trotz alledem mehr als in sich. Shelby versieht den 6,2-Liter-V8 nämlich mit einem 2,9 Liter großen Whipple-Kompressor (Whipple beliefert auch Fords Motorsport-Abteilung mit Hochleistungskomponenten) sowie größeren Drosselklappen und Einspritzdüsen. Mitsamt der neuen Borla-Auspuffanlage hebt das die Leistung von 411 auf über 700 PS. Shelby-Chef Joe Conway sagt: ,Der Shelby Baja 700 wurde kreiiert, um jedes Terrain in Angriff zu nehmen." Daher ist er auch mit einem renntauglichen Offroad-Fahrwerk inklusive spezieller 18-Zoll-BFGoodrich-K02-Bereifung ausgerüstet. Natürlich darf auch eine möglichst Wettkampf-taugliche Beklebung nicht fehlen und wer es besonders zünftig mag, erhält gegen Aufpreis neue Front- und Heckschürzen von Rogue Racing.

45.000 Dollar. Ohne das Auto
Shelby American wird genau 50 Exemplare des Baja 700 fertigen. Der Preis für den ungehemmten Offroad-Spaß liegt bei 45.000 US-Dollar (etwa 42.430 Euro). Den passenden Ford Raptor sollte man allerdings selber mitbringen, er ist im Preis nicht enthalten. Für Akos Feher, Shelbys Vice President of Operations, scheint sich die Investition indes durchaus zu lohnen: ,Fünfzig glückliche Besitzer werden den bösesten, dynamischsten und schönsten Truck haben, den wir anbieten. Einen Truck, der unter den extremsten Bedingungen richtig aufblüht." Deutsche Tiefgaragen oder ein stauverseuchtes München zur Rushhour wird er damit wohl nicht gemeint haben.

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